Frohe Pfingsten

Freizeit für Kinder aus aller Welt von 8-12 Jahren
22.05. – 26.05.2018

Dienstag bis Samstag in den Pfingstferien

Fünf Tage lang Spiele, Spaß und Spannung!
Täglich von 10 – 16 Uhr  
Keine Kosten für die Eltern 
Täglich gemeinsame Mahlzeit 
Wir besuchen das Deutsche Museum, spielen zwei Tage Improtheater,  machen Spiele im Freien
und zum Abschluss ein gemeinsames Picknick mit allen Kindern und Eltern!

Um sich einen Platz zu sichern, melden Sie Ihr Kind bis zum 30.04.2018 an!

TREFFEN IM MIGRAPOLIS - HAUS DER VIELFALT
Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit EMFA Brüdergasse 16 – 18, Bonn

Verbindliche  Anmeldung:
Persönlich bei der EMFA im Haus MIGRApolis, 1.Etage
Telefonisch: 0228/18037314
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Kontakt und Koordination: Silke Hansen
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Rolle der Frauen bei den Friedensverhandlungen in Kolumbien

Was können wir von den Frauen in Kolumbien lernen?

KulturCafé
MIGRApolis-Haus der Vielfalt
Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn

Sonntag, 29. April 2018
11:30-14:00 Uhr

Die Regierung Kolumbiens hat Ende 2016 mit der FARC-Guerilla ein Friedensabkommen getroffen. Durch starke Mobilisierung haben die kolumbianischen Frauen ihre Teilnahme am Verhandlungstisch durchgesetzt und eine Genderkommission gebildet, die verschiedene Vorschläge zum Friedensaufbau unterbreitet hat.

Referentin: Constanza Paetau, Vorsitzende internationales frauenzentrum bonn e.V.

Eine Veranstaltung der EMFA / Integrationsagentur

kulturcafe 2018 04

Herzliche Einladung zur Teilnahme an der Interkulturellen Woche 2018

14. September – 3. Oktober 2018

„Vielfalt verbindet“, so lautet auch in diesem Jahr das Motto der Interkulturellen Woche (IKW) 2018.

In der Vielfalt, die in Deutschland über Generationen gewachsen ist, liegt die Zukunft unserer Gesellschaft. Die IKW bietet auch uns in der Bundesstadt Bonn Gelegenheit, sich entschieden rassistischen und nationalistischen Bewegungen entgegenzustellen und gemeinsam zu diskutieren, wie wir das Zusammenleben und die Gesellschaft auf der Basis von Grund- und Menschenrechten konstruktiv weiterentwickeln wollen.

Mit der Interkulturellen Woche 2018 möchten wir versuchen, wie auch in den vergangenen Jahren, gemeinsam als Bonner Organisationen, Einrichtungen, Kirchengemeinden, Vereine und Verbände, die interkulturellen Themen in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir möchten uns durch Begegnungen in den Stadtteilen kennenlernen, uns gegenseitig einladen, treffen und zeigen, wie ein bereicherndes Zusammenleben in unserer Stadt in Vielfalt gelingen kann.

Machen Sie bei der Interkulturellen Woche 2018 in Bonn mit!

Nur durch Vielfalt können wir die Vorurteile und die Ängste, die von rassistischen und radikal islamistischen Gruppen in der Gesellschaft verbreitet und geschürt werden, abbauen. Planen Sie in den Tagen der Interkulturellen Woche eine Veranstaltung in Ihrem Wirkungsbereich. Werben Sie für die Interkulturelle Woche in Ihrer Umgebung.  Es ist uns wichtig, dass wir gemeinsam die Inhalte der Interkulturellen Woche 2018, wie auch in den vergangenen Jahren, so gestalten, dass neue Akzente im Themenfeld Integration und interkulturelles Leben gesetzt werden können.  Das Programm soll einen Rahmen für besondere Aktionen und Veranstaltungen bieten, die sich am diesjährigen Motto orientieren. Im Vordergrund des Programms stehen Themen wie Migrations-, Flüchtlings- und Integrationspolitik sowie auch Extremismus und radikale Gruppierungen. Diesbezüglich erwarten wir auch von politisch Verantwortlichen verbesserte politische Rahmenbedingungen zur gleichberechtigten Teilhabe von Geflüchteten, Migrantinnen und Migranten.

Beteiligen Sie sich mit Ihrer Organisation und Initiative an der Interkulturellen Woche 2018.

Auf zwei Veranstaltungen können wir Sie jetzt schon hinweisen und Sie einladen:

• Freitag, 14.9., 16.00 Uhr: feierliche Eröffnung der Interkulturellen Woche im Migrapolis-Haus der Vielfalt

• Sonntag, 23.9., 10.00 Uhr: Gottesdienst zur Interkulturellen Woche in der Kreuzkirche

Schicken Sie bitte den Rückmeldebogen bis zum 10. Juni 2018 an uns zurück. Falls Sie den Termin nicht wahrnehmen können, aber trotzdem eine Veranstaltung planen möchten, setzen Sie sich bitte bis dahin auf jeden Fall mit uns in Verbindung, damit Ihr Angebot in einem gemeinsamen Flyer berücksichtigt werden kann. Bei Nachfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.  Kontakt: EMFA-Integrationsagentur, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn, Tel.:0228/697491, Fax:0228/9691376

Dr. phil. Hıdır Çelik,
Leiter der EMFA-Integrationsagentur im Evangelischen Kirchenkreis Bonn

Die Interkulturelle Woche wird, wie bisher, weiterhin von der Stabsstelle Integration der Bundesstadt Bonn unterstützt.

Einladung zur Teilnahme an der Interkulturellen Woche 2018_

Rückantwort IKW 2018

AUSZEIT

Für alle interessierten Mitarbeitenden sowie Besucherinnen und Besucher des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt

 
Nimm Dir eine „A U S Z E I T“ für Deine Seele
 
Zu Atem kommen, sich selbst erkennen, anderen zuhören, miteinander reden  und Erfahrungen teilen
 
Dienstag, 17. April 2018,
13.30 Uhr – 14.15 Uhr
im 3. Obergeschoss
 

ÜbersetzerInnen für Sozialberatung gesucht!

EMFA-Sozialberatung in Bonn sucht dringend

ehrenamtliche MitarbeiterInnen für die Migrationssozialberatung, bevorzugt mit arabischen und kurdischen Sprachkenntnissen,
gerne auch PraktikantInnen der Sozialen Arbeit.

Wir bieten:

angenehmes Betriebsklima,
professionelle Anleitung und Einarbeitung durch mehrsprachige SozialarbeiterInnen mit jahrelanger Berufserfahrung,
Tätigkeitsnachweise,
Teilnahme an Teambesprechungen,
intensive Betreuung während des eigenen Integrationsprozesses

Beratungszeiten: Dienstag 10-12, Donnerstag 15-17 Uhr

Als EMFA / Integrationsagentur im Evangelischen Kirchenkreis Bonn machen wir uns für ein Miteinander in Respekt gegen Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit gemeinsam stark

Als EMFA / Integrationsagentur sind wir Mitglied im Netzwerk Antidiskriminierungsarbeit Bonn, und wir arbeiten mit vielen Initiativen und Einrichtungen in Bonn zusammen, um eine Stadt ohne Rassismus und Diskriminierung aufzubauen. Als kirchliche Einrichtung ist unser Motto: Eine Gemeinde ohne Rassismus – eine Stadt ohne Rassismus.
 
Die Integrationsagenturen NRW stellen sich gemeinsam:
 
„Für Respekt. Gegen Diskriminierung.
Diskriminierung findet in vielen Lebensbereichen statt: in der Arbeitswelt, in Bildungseinrichtungen, bei der Gesundheitsversorgung, der Wohnungssuche oder beim Reden mit und über Minderheiten. Die Betroffenen schränkt dies massiv in ihrem sozialen, politischen, wirtschaftlichen und öffentlichen Leben ein. Integrationsagenturen machen diese Formen von Diskriminierung öffentlich und wirken darauf hin, sie abzubauen. Wir setzen uns z.B. aktiv für die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Strategien und Maßnahmen gegen Diskriminierung im Sozialraum ein. Wir bieten Trainings, um vorurteilsbewusstes Denken und Toleranz zu fördern. Außerdem aktivieren und stärken wir in landesweit 13 Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit Betroffene dabei, ihre Menschenrechte wahrzunehmen und ihre Grundfreiheiten auszuüben.
 
So unterstützen wir Sie:
Arbeitspapiere und gezielte Gespräche mit zuständigen Akteurinnen und Akteuren, um Diskriminierung sichtbar zu machen
Angebote zur Fortbildung und Sensibilisierung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene sowie Behörden, Einrichtungen und Vereine
Begleitung bei der Entwicklung und Umsetzung von Antidiskriminierungskonzepten
Einzelfallberatung und -begleitung für Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind (durch die Servicestellen für Antidiskriminierungsarbeit)“
 
 
logo emfa
 

Mitglied im

 
Netzwerk Antidiskriminierung Logo
 
 
 

Kneif nicht! Widersteh der Gewalt. Lebe. Impuls zu Ostern!

Fastenaktion

von Dirk Voos

7 Wochen habe ich ermutigt, sich zu zeigen. Neues auszuprobieren, nicht zu kneifen, sondern etwas zu machen. Dass Sie sich nicht zurückziehen, sondern offen nach vorne schauen und Ihr Leben verändern. Und endlich erreichen wir das Ziel der Fastenzeit: Ostern.

Ostern ist das wichtigste christliche Fest. Es stärkt die Hoffnung der Christen: Ihr könnt leben. Was auch geschieht, die Kraft zu leben, ist stärker. Das Leben siegt – sogar über den Tod. Doch um die Richtigkeit dieser Feststellung zu verdeutlichen, bedarf es der Prüfung: Besteht das Leben gegenüber Gewalt und Tod?

Genau darum geht es Karfreitag. Jesus kniff nicht vor Gewalt und Tod. Er ließ sich widerstandslos am Kreuz töten. Doch sein Tod ist nicht endgültig. Und jetzt kommt es auf Ihren Glauben an: Trauen Sie Jesus zu, dass er nach dem Tod weiter gelebt hat? Dass er den Tod überwunden hat? Glauben Sie, dass Sie entsprechend Jesu Beispiel genauso über den Tod hinaus leben können? Es gibt aber keinen Beweis dafür. Sie müssen den Berichten der Menschen aus der damaligen Zeit und ihrem inneren Gefühl trauen. Glauben.

Ich möchte Sie ermutigen: Versuchen Sie es! Selbst wenn Sie nicht an Jesus glauben, geben Sie sich der Freude hin: Das Leben siegt. Dann können Sie, Christ*in oder nicht, fröhlich Ostern feiern.

F R O H E   O S T E R N

Sieben Wochen ohne Kneifen: Zeig Dich! Impuls für die 6. Fastenwoche: Zeige deine Hoffnung! Sei zuversichtlich!

Logo 7 Wochen ohne
 

von Dirk Voos

Sie kamen nach Jericho. Und als er aus Jericho hinausging, er und seine Jünger und eine große Menge, da saß ein blinder Bettler am Wege, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Und als er hörte, dass es Jesus von Nazareth war, fing er an zu schreien und zu sagen: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und viele fuhren ihn an, er sollte schweigen. Er aber schrie noch viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Und Jesus blieb stehen und sprach: Ruft ihn her! Und sie riefen den Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf! Er ruft dich! Da warf er seinen Mantel von sich, sprang auf und kam zu Jesus. Und Jesus antwortete ihm und sprach: Was willst du, dass ich für dich tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, dass ich sehend werde. Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege. (Mk 10,46-52)
 
Hoffen gegen alle Wahrscheinlichkeit. Schreien gegen alle Widerstände, das traut sich Bartimäus. Bartimäus ist es nicht peinlich, unangenehm aufzufallen. Obwohl die Umstehenden ihn anfahren, ruhig zu sein, tut er alles, Jesus auf sich aufmerksam zu machen. Er ist überzeugt, Jesus kann ihm helfen. Und Jesus hilft ihm. Genauso kommen mir viele Flüchtlinge vor, wenn sie trotz aller Gefahren nach Europa und Deutschland fliehen. Wenn sie nicht aufgeben, hier eine sichere Zuflucht zu finden. Wenn sie in Deutschland um die Möglichkeit bitten, in Frieden leben zu können. Doch wie reagieren wir in Deutschland darauf? Ablehnend? Fahren wir sie an aufzuhören? Sind die lästig? Schicken wir sie zurück? Oder erbarmen wir uns wie Jesus und geben ihnen eine Chance, ein neues Leben anzufangen? Sich zu integrieren wie Bartimäus, als er Jesus danach auf dem Weg folgte?
 
Jesu Beispiel kann uns Mut machen, nicht zu kneifen und zu helfen versuchen. Ich weiß, es gibt eine Grenze der eigenen Möglichkeiten. In Deutschland ist nicht für alle Menschen Platz. Aber für viele. Mehr als wir uns vorstellen. Mit etwas Anstrengung und gutem Willen können wir uns zutrauen vielen, die zu uns kommen, zu helfen. Wir sollten nicht kneifen, auf das eigene Herz zu hören und nicht hart über die Hilfsbedürftigen hinwegzusehen. Kneifen sie nicht aus Angst, sondern seien sie hoffnungsvoll und zuversichtlich wie Bartimäus. Kneifen Sie nicht und belohnen Mut wie Jesus.
 

Sieben Wochen ohne Kneifen: Zeig Dich! Impuls für die 5. Fastenwoche

Fastenaktion_Logo

Sei Du! Steh auch zu Deinen Fehlern!

von Dirk Voos

Da wurden Eva und Adam die Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN zwischen den Bäumen im Garten. Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? (Genesis 3,7 - 11)

Die obige Geschichte ist als Geschichte des Sündenfalls bekannt. Menschen haben Gottes Gebot gebrochen, und darum ist die gesamte Menschheit sündig. Aber, wie ich letzte Woche schon bemerkte, kennzeichnet gerade die Fähigkeit, gut und böse zu unterscheiden, unser Menschsein. Bevor die beiden Menschen von dieser Frucht aßen, konnten sie gut und böse gar nicht unterscheiden. Sie hätten nicht einmal ein schlechtes Gewissen gehabt.

Das entschuldigt aber nicht ihr Handeln, wie auch ihre Scham beweist. Und auch ihre menschlich typische Reaktion auf ihr Fehlverhalten nicht, sich zuerst zu verstecken, und dann gefunden zu versuchen, sich herauszureden, indem sie andere verantwortlich machen: „Sie gab mir davon“. „Die Schlange hat mich verführt“. Ganz egal, wie schwer Sie die Verfehlung beurteilen: Die beiden hatten etwas getan, dass Gott ihnen eindeutig verboten hatte, und die beiden schämten sich.

„Zeig deine Fehlbarkeit“, heißt es diese Woche. Als Gott durch den Garten ging und nach ihnen rief, schafften Adam und Eva es immerhin, aus ihrem Versteck zu kommen und sich schließlich zu zeigen. Sie ließen sich konfrontieren mit dem, was sie falsch gemacht haben. Danach bekamen sie die Konsequenzen ihres Fehlers genannt. Gott schickte sie hinaus in die Welt. Vorher zog er sie aber noch an, damit sie nicht nackt bleiben mussten. Die Geschichte konnte weitergehen, beziehungsweise in diesem Fall: Die Geschichte konnte beginnen.

Genauso ist es gut, wenn Sie sich eigenen Fehlern stellen, die Konsequenzen auf sich nehmen, damit geklärt wird, wie es weitergeht. Darum: Kneifen Sie nicht! Stehen Sie zu sich und auch zu Ihren Fehlern!

Impuls für die 4. Fastenwoche: Steh zu Deiner Neugier!

Motto 2018

Sieben Wochen ohne Kneifen: Zeig Dich! 

von Dirk Voos

Neugier bedeutet laut Grimms Wörterbuch „die Gier, etwas Neues kennenzulernen“ und wenn heute auch weniger bewusst, „die Gier, eine Neuerung zu machen“ beides ist schon in der ganz alten biblischen Geschichte vom Paradies enthalten: Eine junge Frau möchte auch die einzig verbotene Frucht im Paradies probieren und löst damit eine heftige Reaktion aus: den Rausschmiss aus dem Garten. Die Neugier, welche bei Eva durch die Attraktivität des Verbotenen - von einem Baum nicht essen zu dürfen -  ausgelöst wurde, hatte heftige Folgen für das Paar: sie mussten den Garten Eden verlassen und ganz woanders neu anfangen.

Diese biblische Geschichte wird oft als pädagogisches Beispiel gebraucht, dass Neugier und der Verstoß gegen ein Verbot schlecht sei. Doch stimmt das überhaupt? Ist Neugier grundsätzlich schlecht? War es überhaupt schlecht, dass Eva und Adam vom Baum der „Erkenntnis des Guten und Bösen“ gekostet haben? Was wäre gewesen, wenn sie es nicht getan hätten? Es gehört doch zu unserem Menschsein, Grenzen zu überschreiten und neugierig Neues zu erforschen und zu probieren? Gut und böse zu unterscheiden und Verantwortung zu übernehmen für unser Denken und Handeln. Nur durch menschliches Wissen wollen und Ausprobieren verändert sich die Welt. Eröffnen sich neue Perspektiven. Es ist richtig, dass wir uns auf Neues und Fremdes einlassen. Auch auf neue und fremde Menschen mit ihren unterschiedlichen biographischen und kulturellen Erfahrungen. Gerade zur Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten gehört es, sich neugierig auf Begegnungen und Dialog mit Fremdem einzulassen.

Doch gibt es auch Grenzen des Einlassens. Manchmal muss ich aufhören. Ich muss meine Neugierde und mein Tun zum richtigen Zeitpunkt  bremsen. Ich muss Halt machen, damit ich nicht ausgenutzt und missbraucht werde oder gar krank werde und ausbrenne. Ich muss aufhören, bevor ich anderen wehtue. Ich muss ihre Privatsphäre akzeptieren. Akzeptieren, dass sie ihr Leben anders gestalten als ich es mir vorstelle.

Zusammengefasst: Nicht kneifen, lassen Sie sich neugierig auf Neues ein – auf neue Menschen und anderes Handeln. Aber kneifen Sie auch andere und sich selbst nicht so, dass es unangemessen weh tut.