Neue Wege der Selbsthilfe und Beratung – von/für Geflüchtete(n)/Zugewanderten mit Behinderung(en)/ Erkrankungen

Tagung
Freitag, 9. November 2018 | 10.30 – 17.00 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt | Brüdergasse 16 – 18 | 53111 Bonn

Der informative und fachliche Austausch professioneller und ehrenamtlicher Akteur*innen aus den Arbeitsbereichen Migration,
Flüchtlings- und Behindertenhilfe steht im Mittelpunkt der Tagung »Neue Wege der Selbsthilfe und Beratung – Von/für
Geflüchtete(n)/Zugewanderte(n) mit Behinderung(en)/Erkrankungen«. Die Teilnehmenden werden im inklusiven und interkulturellen
Kontext Handlungsfelder und Konzepte aus dem Themenspektrum der kommunalen Gesundheits-, Alten- und
Behindertenhilfe kennenlernen und diskutieren.

Ein Schwerpunktthema der Tagung ist die Selbsthilfe und Selbstorganisation von Geflüchteten/Zugewanderten: Neue Wege und
Notwendigkeiten, Möglichkeiten und Hemmnisse sowie die Umsetzung in der Praxis. Weitere Themen sind die (Peer-)Beratung
von/für Geflüchtete(n)/Zugewanderte(n) und die Kooperation und gegenseitige Unterstützung der (o.g.) Akteur*innen in der
Bonner Region (Netzwerk).

Ansprechpartner*innen und Referent*innen der Tagung sind die professionellen und ehrenamtlichen Akteur*innen der Flüchtlingsund
Behindertenhilfe, Fachkräfte und Multiplikatoren im Gesundheits- und Pflegesektor, der Migrations- und Sozialarbeit, der
Selbsthilfe, Verwaltung, aus Wissenschaft und Praxis und natürlich die Akteur*innen des Netzwerkes »Flucht, Behinderung und
Krankheit«.

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Interkulturelle Woche eröffnet

Mit einer gut besuchten vielfältigen Feier wurde am 14. September 2018 im MIGRApolis-Haus die diesjährige Interkulturelle Woche eröffnet.

Nach einer Ansprache von Dr. Hidir Celik, dem Leiter der EMFA / Integrationsagentur, bestand für die BesucherInnen Gelegenheit zu Gesprächen und zum Genuss eines bunten Buffets.

Musikalisch sorgte das Altstadt-Ensemble für Unterhaltung, und eine orientalische Tanzeinlage aus dem Iran sorgte für Begeisterung bei den Teilnehmenden.

IKW Eroeffnung 1  IKW Eroeffnung 2

IKW Eroeffnung 3 IKW Eroeffnung 4

Bilder: Hidir Celik

 

Ehrenamtliche Begleitung von Geflüchteten unter veränderten Rahmenbedingungen

Fachtag für Haupt- und Ehrenamtliche aus der Flüchtlingsarbeit
Donnerstag, 27. September 2018, 10 - 16 Uhr,
MIGRApolis Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn

Um den Prozess der Aufnahme und Unterbringung geflüchteter Menschen in Deutschland wird intensiv gerungen. Durchgesetzt hat sich die Unterbringung in zentralen Landesunterkünften, wobei die Ausgestaltung der Unterkünfte und Dauer des Aufenthalts von Land zu Land differiert. Eine Zuweisung in die Kommunen passiert meist deutlich später als noch 2015, womit der Zugang zu rechtlichem und ärztlichem Beistand, Sprachkursen und Teilhabe am Arbeits- und Sozialleben stark eingeschränkt ist. Diese Entwicklung hat Einfluss auf die Möglichkeiten ehrenamtlicher Unterstützung und ihrer Koordination, sowohl bei den Bedarfen der Geflüchteten, bei der Kontaktaufnahme und der Begleitung in der Landesunterbringung und der Tätigkeit in den Kommunen. Der Fachtag bietet Raum zur Information, zum Austausch sowie zur Ideenentwicklung für Haupt- und Ehrenamtliche aus der Flüchtlingsarbeit.

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Wenn die von mir Betreuten selbstständig werden

Loslassen gestalten
 
Coaching für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer in der Flüchtlingsarbeit
im MIGRApolis-Haus der Vielfalt
Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
am Dienstag, 9. Oktober, 18.00 - 21.00 Uhr
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Worum es im Seminar geht:
 
Zeiten ändern sich
 
Erinnern, was war
Erinnern Sie sich, als Sie vor einigen Jahren die Begleitung von einem oder gar mehreren Geflüchteten übernahmen. Wieviel war für diese, aber auch für Sie neu? Die Fremden mussten nicht nur die Sprache lernen, sondern auch wie es in Deutschland zugeht: bei Behörden, beim Arzt, im Kindergarten, in der Schule …
Vieles, wobei Sie helfen konnten, vieles was Sie lehren konnten …
 
Vergewissern, was bleibt
Dabei haben Sie viel zusammen erlebt und sich gut kennen und schätzen gelernt. Vertrauen, vielleicht sogar Freundschaft ist gewachsen.
Zusammen haben Sie geschafft, dass die Betreuten selbstständig geworden sind. Sie haben eine eigene Wohnung, eine Arbeitsstelle und finden sich alleine zurecht.
 
Überlegen, was wird?
Deshalb müssen Sie diese Menschen jetzt loslassen und ihren Weg gehen lassen. Das ist gar nicht so einfach. Lassen Sie uns zusammen überlegen,
 was Sie erreichen wollten
 was Sie erreicht haben
 wie es weitergehen soll
 
Referent/Coach: Pfarrer Dirk Voos
Seit dem 1. Dezember 2017 ist Pfarrer Dirk Voos im Evangelischen Kirchenkreis Bonn mit Migrations- und Flüchtlingsarbeit beauftragt. Als Coach (gemäß des Standards der Deutschen Gesellschaft für Coaching) begleitet und fördert er Menschen in Übergangssituationen und bei Entscheidungsfindungen.
 
Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, ihre Motivation zur Flüchtlingshilfe zu reflektieren und ziehen ein Fazit über den bisherigen Betreuungsverlauf.
Was geschieht, wenn die Betreuten weniger Unterstützung brauchen? Wie kann die Beziehung weiter gestaltet werden?
Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Wie soll es weitergehen?
 

Ferienfreizeit „Endlich Sommer“

Tag1 181.5

Bericht von Lisa Beisheim

In der Woche vom 13.08.2018 – 17.08.2018 fand wieder die alljährliche Kinderferienfreizeit der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit – EMFA - statt. Das im Vorfeld von Silke Hansen, der Koordinatorin Flüchtlingsarbeit für den Evangelischen Kirchenkreis, organisierte Programm sah für die Teilnehmer*innen zwischen 8 und 12 Jahren und uns fünf Teamer*innen zahleiche sowohl sportliche als auch kreative Aktivitäten vor. Für die Kinder bot die Woche die Möglichkeit, sich in vielfacher Weise neu auszuprobieren und ihr Lebensumfeld mit anderen Augen zu entdecken. Jeden Morgen traf sich die Gruppe um halb zehn im MIGRApolis-Haus, wo zunächst noch gemalt, gespielt und getanzt werden konnte, bevor alle zusammen aufbrachen. Mit Bus, Bahn und zu Fuß erreichten wir in den Tagen immer unsere Ziele, wobei wir aufgrund der gelben Warnwesten, die alle trugen und zum Erkennungssymbol unsere Gruppe wurden, nicht zu übersehen waren. Im Laufe der Woche wurde der Zusammenhalt immer größer, und alle verstanden sich super untereinander, trotz der Altersdifferenzen und Sprachbarrieren. So übersetzen die Kinder immer sehr eifrig alles auf Arabisch und halfen sich gegenseitig. Stets konnte man Kinderlachen und freudige Stimmen hören sowie strahlende Augen sehen.

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GEBETe der Religionen

Der Oberbürgermeister
E I N L A D U N G

Sehr geehrte Damen und Herren,

in diesem Jahr findet die Interkulturelle Woche bundesweit erneut unter dem Motto „Vielfalt verbindet“ statt.

Zahlreiche Religionsgemeinschaften in Bonn haben in diesem Sinne auch 2018 die Veranstaltung „GEBETe der Religionen“ gemeinsam vorbereitet. Das Team der „GEBETe der Religionen“ in Bonn und das Interreligiöse Friedensnetzwerk Bonn und Region formulieren ihr Ansinnen wie folgt: Anderen in ihrem Anderssein, Fremden in ihrem Fremdsein von Herzen Frieden zu wünschen, weder auszugrenzen noch zu vereinnahmen, ist eine große Herausforderung unserer Zeit. Zusammen gilt es dann, an der gemeinsamen Gesellschaft zu arbeiten.

Ich lade Sie herzlich ein zur Veranstaltung „GEBETe der Religionen“
am Mittwoch, 26. September 2018, um 19 Uhr
im Gobelinsaal des Alten Rathauses, Markt.

Nach den Gebeten besteht Gelegenheit zu Gesprächen und Austausch. Herr Bürgermeister Reinhard Limbach wird Sie in meiner Vertretung an diesem Abend begrüßen.

Mit freundlichen Grüßen
Ashok Sridharan
Bonn, im August 2018

Bitte melden Sie sich telefonisch an unter 0228/77 28 22
oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

„AUSZEIT“

mit Pfarrer Dirk Voos

Für alle interessierten Mitarbeitenden sowie Besucherinnen und Besucher des Migrapolis-Hauses der Vielfalt

Nimm Dir eine
„A U S Z E I T“
für Deine Seele

Thema: Nächstenliebe

Wer ist mein Nächster / meine Nächste? Wie weit gilt meine Liebe auch Fremden und Fernen?
Zu Atem kommen, sich selbst erkennen, anderen zuhören, miteinander reden und Erfahrungen teilen

Dienstag, 25. September 2018,
13.30 Uhr – 14.15 Uhr
im Erdgeschoss

Zwölfmal Linz und zurück bitte - ein kleiner Reisebericht


Voller Erwartung traf sich unsere Selbsthilfegruppe älterer Zugewanderter und Anghöriger bereits am Morgen des 25. Juli im MIGRApolis-Haus der Vielfalt.
Michael Fischell erzählte, was uns am diesem Tag alles erwarten würde. Gemeinsam ging es zum Schiffsanlegestelle am Rhein. Auf dem Schiff, die  Poseidon, waren für uns zwei große Tische reserviert.  Erfreulich war die zuvorkommende Bedienung; die uns - auch in arabischer Sprache!- mit Rat und Tat zur Seite stand. Entlang ging die Fahrt an gemütliche Rheinstädtchen, Naturdenkmälern und manchen Sehenswürdigkeiten.
 
Angekommen in Linz, begann unsere Erkundung der alten Stadt am wuchtigen Rheintor, einem ehemaligem Zollhaus. Vorbei ging es an der ehemaligen kurfürstlichen Burg Linz. Da es sehr heiß war, kam eine kleine Pause mit selbstgebackenem Kuchen und Wasser gerade recht. Danke Ulrike!
 
Schritt für Schritt  ging es weiter hoch in das Städtchen. Wir staunten über die wertvolle historische Substanz, die schönen alten Fachwerkhäuser.  Am Marktplatz angekommen, dem  Zentrum der Altstadt, umrahmt von einem Häuserkranz aus 5 Jahrhunderten, meldeten sich  dann doch leibliche Bedürfnisse. Und so wurde ein leckeres Essen eingenommen. Die Zeit verging; doch wir erreichten rechtzeitig wieder den Hafen um das wunderschöne Schiff „Rheinprinzessin“ zu besteigen. Auf der Rückfahrt wurde noch ober- und unterhalb des Decks so manches angeregte Gespräch geführt. Alle waren sich in guter Stimmung einig: Dies war nicht unser letzter Ausflug!
 
J. Michael Fischell, im Juli 2018
 
Linz 1  Linz 2  Linz 3
 
Fotos: J. Michael Fischell

Bonner Altenhilfe zu Gast bei der Selbsthilfegruppe älterer Zugewanderter mit Gesundheitseinschränkungen

Gerne laden wir in unserer Selbsthilfegruppe Gäste und Experten ein, um Informationen und  Wissenswertes für uns zu erfahren.
 
So war auch am Dienstag, den 7. August im Café des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt, Frau Britta Becker, die Leiterin des Hauses der Bonner Altenhilfe bei uns zu Gast. Sie zeigte sich sehr interessiert an den Aktivitäten unserer Gruppe und fand schnell den Kontakt und das persönliche Gespräch mit den Anwesenden. Frau Becker berichtete über die Ziele, Angebote und Aufgaben der Bonner Altenhilfe.
 
Es wurde dankenswerterweise kein abstrakter Vortrag und sehr bald wurden ihr konkrete Fragen gestellt. Das waren Fragen rund das Thema `Altern in Bonn`: zu möglichen pflegerischen Hilfen und Unterstützungs- und Entlastungsangeboten, zu Angeboten der Begegnung und Prävention und vielem mehr. Die Anwesenden zeigten sich sehr offen für eine Begegnung auch mit deutschen Älteren. Dankbar wurde auch vom vielfältigen Informationsmaterial Gebrauch gemacht, das Frau Becker mitgebracht hatte. Unsere Gruppe war sich einig, das an diesem Tag ein wichtiger Kontakt geknüpft und eine weitere Ansprechpartnerin gewonnen wurde!
 
J. Michael Fischell für die Selbsthilfegruppe älterer Zugewanderter mit Gesundheitseinschränkungen im MIGRApolis- Haus der Vielfalt
Im August 2018
 
Altenhilfe Becker
 
Eine rege Diskussion bei Kaffee und Kuchen…
Foto: J. Michael Fischell

100 Jahre Nelson Mandela - Was ist das Erbe?

KulturCafé
Sonntag, 26. August 2018, 11.30 – 14.00 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn

Nelson Mandela wäre am 18. Juli 100 Jahre alt geworden. 

Sein 100. Geburtstag ist ein Anlass, sich mit Mandelas Vermächtnis, dem Kampf gegen die Apartheid und heutigen Verhältnisse in Südafrika zu beschäftigen.

Was ist vom "Vater der Regenbogen-Nation" und seinen Idealen geblieben? Was ist das Erbe der Anti-Apartheid-Bewegung in Deutschland? Welche Rolle spielten deutsche Akteure in dem Prozess zur Überwindung des rassistischen Apartheid-Systems  und beim Zimbabwe Institute for Southern Africa in Harare) ?

In einer Gesprächsrunde mit Sandra Prüfer (Bonnections), Helmut Lorscheid, Helmut Orbon (via Skype) sowie weiteren Journalisten und Zeitzeugen werden wir die historischen und aktuellen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Südafrika aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten.