Die politischen Dimensionen des Islam

Vortrag und Diskussion

Freitag, 22.02.2019, 19.00 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16 - 18, 53111 Bonn

Die über 1400 Jahre alte Geschichte des Islam macht deutlich, dass es sich nicht nur um eine Religion, sondern auch um einen eigenen Kulturraum handelt, der überaus vielfältig ist. Die Entwicklung seit dem Kolonialismus ab dem 19. Jahrhundert hat jedoch politische Forderungen und Widerstand gegen den Westen immer lauter werden lassen und gipfelte in die modernen extremistischen Bewegungen des Salafismus und Radikalismus. Den Unterschied zwischen dem Glaubens- und Kultursystem auf der einen Seite und dem politischen Extremismus auf der anderen Seite wird dargestellt

Referent: Jürgen Klußmann
Moderation und Begrüßung: Dr. phil. Hidir Çelik

Veranstalter: Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur


 

Können Menschenrechtsverletzungen bestraft werden?

 
Die Verbrechen der letzten argentinischen Militärdiktatur und der Weg ihrer Aufarbeitung
 
KulturCafé
Sonntag, 27. Januar 2019, 11.30 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn
 
Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich Argentinien zu einem Vorbild für die Aufarbeitung und Ahndung schwerster Menschenrechtsverletzungen entwickelte. Welche NGO´s, internationale Netzwerke und transnationale Entwicklungen halfen dem Land, Strafprozesse einzuleiten?
 
Zugleich stoßen die Verbrechen der argentinischen Militärdiktatur auch in Deutschland auf großes Interesse, denn der Fall Elisabeth Käsemann beleuchtet das Versagen des Auswärtigen Amtes und die Haltung der damaligen Bundesregierung. Wie sieht das Ringen um späte Gerechtigkeit dagegen heute aus? Und können Menschenrechtsverletzungen generell bestraft werden?
 
Die Autorin Marion Rissart studierte Sozialwissenschaften, Politologie und Germanistik.  Es hat sie immer fasziniert, wie aus politischen Dynamiken entstehen, die zur „Wahrheit und Gerechtigkeit“ führen.  Ihr Buch „Menschenrechte – who cares?!“ erschien 2017 im Free Pen Verlag.
 
Marion Rissart
 
Veranstalter: Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA / Integrationsagentur),
Tel.: 0228-69 74 91, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
 
 

Jahreslosung 2019: Suche Frieden und jage ihm nach!

(Ps 34,15)
Von Pfarrer Dirk Voos

In Frieden leben. Wer möchte das nicht? In Frieden leben. Wer kann das von sich behaupten? Immer und überall! Keiner. Leider ist unsere Welt nicht friedlich. Im Kleinen wie Großen gibt es viele Konflikte, die zu Streit und Unfrieden, sogar gewaltsamen Auseinandersetzungen und Krieg geführt haben oder führen.

Wer jedoch in Frieden leben möchte, darf wegen der unfriedlichen Wirklichkeit nicht aufgeben, sondern folge der Aufforderung der neuen Jahreslosung: Suche Frieden. Gib nicht auf. Jage ihm nach! Mit aller Kraft und ganzem Einsatz.
Was kann ich jedoch dazu tun? Insbesondere, wenn ich selbst Opfer von Unrecht und Gewalt bin? Was kann ich tun, wenn mein Nachbar/meine Nachbarin einfach nicht in Frieden leben will, sondern immer wieder Böses gegen mich und andere sinnt? Was kann ich tun, wenn überall auf der Welt Menschen den Frieden stören – für ihre Eigeninteressen, aus Bosheit oder anderen Gründen?

Der Psalm 34 leitet den Satz unserer neuen Jahreslosung mit der Aufforderung ein: „Lass ab vom Bösen und tue Gutes“. Ganz einfach: Fang selbst an, Hindernisse für den Frieden auszuräumen. Fang an, Brücken für den Frieden zu bauen. So mehr dabei mitmachen, umso friedlicher wird es in der Welt.

Frieden ist ein Prozess. Frieden gibt es nicht ein für alle Mal. Frieden müssen Menschen immer wieder machen. Deshalb können wir nichts anderes tun als immer wieder neu Frieden zu suchen und ihm nachzujagen, indem wir uns für das Gute einsetzen - das Gute tun.


 

AUSZEIT

Für alle interessierten Mitarbeitenden
sowie Besucherinnen und Besucher des MIGRApolis-Hauses der Vielfalt

Nimm Dir eine
„A U S Z E I T“
für Deine Seele

Thema: Am Anfang

Zur Ruhe kommen, sich selbst erkennen, anderen zuhören, nachdenken, miteinander reden und Erfahrungen teilen

Dienstag, 8. Januar 2019,
13.30 Uhr – 14.15 Uhr
im 3. Obergeschoss

Auszeit_Januar_2019


 

Hallo und herzlich willkommen im Radio – Unsere Selbsthilfegruppe geht auf Sendung!

 
Am Freitag, dem 21. Dezember 2018, stellt sich ab 21.00 Uhr die Selbsthilfegruppe Geflüchteter/Zugewanderter mit Beeinträchtigungen oder Gesundheitseinschränkungen im Radio Bonn-Rhein-Sieg vor.
 
Mitglieder der Gruppe, die sich mindestens einmal Monat im Bonner MIGRApolis-Haus der Vielfalt trifft, sprechen über die Treffen und Aktivitäten der Selbsthilfegruppe. Aber auch was Selbsthilfe darstellt und bewirkt, kommt zur Sprache. Hier hat Sami Celik aus Ratingen viel Wissenswertes aus der Praxis beizutragen. Er ist Lotse für Menschen mit Behinderung und seit 2004 Geschäftsführer des Türkischen Elternvereins Ratingen SHG, einer Migranten- und Gesundheitsselbsthilfe-Organisation in Ratingen. Ebenso kommt Christoph Tacken vom Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben aus Köln zu Wort.
 
Die Mitglieder der Selbsthilfegruppe im MIGRApolis-Haus tauschen nicht nur ihre Erfahrungen aus oder holen sich Wissen von außerhalb, sie erkunden auch selbst ihre neue Heimat Bonn, zum Beispiel mit einer Schifffahrt auf dem Rhein oder bei einem Besuch im Rheinischen Landesmuseum.
 
Bei den Unternehmungen der Selbsthilfegruppe können alle Seiten dazulernen. Auch im Rheinischen Landesmuseum hinterließ die Gruppe einen bleibenden Eindruck, wie uns die Mitarbeiter des Museums Dr. Peitz und Anne Segbers, die wissenschaftliche Referentin für Bildung, Vermittlung  und Inklusion des Rheinischen Landesmuseums, berichtet.
 
Und wie Sie bemerken werden: Diese Sendung der Radiowerkstatt Raspel ist zweisprachig. Die Sendung und ebenso ein Video über unsere Selbsthilfegruppe wurden dankenswerterweise im Rahmen ein des Leuchtturmprojektes des Behindertenpolitischen Teilhabeplans für die  Bundesstadt Bonn“-  Migrant*innen helfen Migrant*innen - durch das Amt für Soziales und Wohnen der Stadt Bonn gefördert.
 
Träger dieses Projektes ist die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur

Nachfragen zur Sendung? Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0176 34 68 3410.
 
Artikel: J. Michael Fischell
 
Frau Schneider
 
Frau Schneider von der Alzheimergesellschaft Bonn (und aktive Unterstützerin unserer Gruppe) ist eine aufmerksame Zuhörerin.
Foto: Uli Gilles

 
 
 
 

Nationalität? Vielfalt…


Literaturwettbewerb anlässlich der 12. BONNER BUCHMESSE MIGRATION
21.-24. November 2019
Vielfalt gestalten – Demokratie leben

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Auf dem Weg nach Weihnachten

Von Pfarrer Dirk Voos
 
Auf den Weg nach Weihnachten kann ich mich alleine aufmachen, doch auf dem Weg ist keiner allein, weil sich viele andere auch aufmachen. Auf vielfältige Weise - jedoch mit einem Ziel, dass es hell wird.                            
 
Auf dem Weg nach Weihnachten trifft man Menschen wie die Hirten, Könige und viele andere bei der Geburt Jesu an der Krippe. Im Römerbrief heißt es dazu: "Nehmet einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob." (Röm 15,7)
 
Einander annehmen. Das können wir nicht aus uns selbst heraus. Ich glaube: Aufeinander zugehen, sich ehrlich begegnen, einander annehmen - das können wir, wenn wir merken, dass wir zuallererst einmal selbst angenommen sind, beispielsweise weil "Christus uns angenommen hat". Gott hat sich unser und der Welt angenommen. Er wurde selbst Mensch, lebte am Rande der Gesellschaft, ganz unten, bei seiner Geburt in einem Stall genauso wie, als er heimatlos durch Israel wanderte, bis er von seinen Feinden gekreuzigt wurde. Die Evangelisten erzählen weiter, wie Gott sich in Jesus der Menschen annahm - bedingungslos und ohne Vorbehalte. Er beurteilte die Menschen, die ihm begegneten, nicht nach den Wertmaßstäben seiner Umwelt. Er nahm jede und jeden so, wie er war: Jede, jeder ein Kind Gottes. Er begegnete der Ehebrecherin ohne moralischen Zeigefinger; er hatte keine Berührungsängste, wenn Kranke seine Nähe suchten; er hielt sich nicht die Ohren zu, wenn Kinderstimmen laut wurden; er nagelte den betrügerischen Zöllner Zachäus nicht fest auf seine unehrlichen Machenschaften.
 
So ist Gott: Er nimmt uns an, wie wir sind. Er nagelt uns nicht auf ein Vorurteil fest. Er kommt uns nahe, egal was mit uns los ist. Er konfrontiert uns zwar mit dem, was falsch oder böse ist, gibt allen jedoch immer wieder die Chance, noch einmal neu zu beginnen. So zu leben, wie ich eigentlich bin. Gott kommt zu uns in die Welt und möchte für jede und jeden von uns dasein. Das feiern wir zu Weihnachten, dass Christus uns angenommen hat zu Gottes Lob. Vieles ist möglich, weil Gott uns annimmt.
 
Fröhliche Weihnachten!
 
Weihnachten2018
 
Foto von geralt / CC0 1.0 / flopped from original
 

 
 

Nikolaus besuchte das MIGRApolis-Haus

Am 10. Dezember 2018 fand die Weihnachtsfeier der EMFA / Integrationsagentur statt.

Eingeladen waren, neben den MitarbeiterInnen, Engagierte in der Migrationsarbeit sowie Geflüchtete.

Auch der Nikolaus fand den Weg zu uns und beschenkte die Anwesenden.

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Fotos: Hıdır Çelik


 

Rückblick auf die 10. Bonner Woche der Kulturen

Vom 22. November bis 4. Dezember 2018 fand die 10. Bonner Woche der Kulturen statt. Sie stand unter dem Motto: »Durch Literatur Vielfalt gestalten – Grenzen überwinden«.

Diese Woche schafft seit dem Jahr 2000, alternierend zur Bonner Buchmesse Migration, alle zwei Jahre im Spätherbst ein Forum für interkulturelle Begegnung in der Bundesstadt Bonn.

Sie bietet mit Lesungen, Diskussionsforen, Vorträgen und Ausstellungen Anlässe zum Dialog und zur Begegnung über das Medium der Kultur.
Besonders die literarischen Veranstaltungen setzen sich mit unseren Kulturräumen in ihrer ganzen Vielfalt auseinander.

Veranstalter ist die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA)/ Integrationsagentur in Zusammenarbeit mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. mit Unterstützung der Bundesstadt Bonn.

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12. Bonner Buchmesse Migration: „Vielfalt gestalten – Demokratie leben“

21. bis 24. November 2019
im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn
 
Überall - in wissenschaftlichen Institutionen, sozialen Vereinen und bürgerschaftlichen Initiativen, als Autoren in Verlagen oder als einzelne Ehrenamtliche – engagieren sich Menschen in den bewegten Themenfeldern Migration, Flucht und interkulturelles Zusammenleben. Seit 1998 bündelt dieses weitverzweigte, dezentrale Netzwerk alle zwei Jahre seine Aktivitäten in  Bonn und in der Region. Die Bonner Buchmesse Migration lädt im Haus der Geschichte vier Tage lang zum interkulturellen Dialog ein. Sie nimmt Stellung zu aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und Ereignissen, und sie bietet ein Forum für Austausch, Dialog und Begegnung.
 
Bei der 12. Bonner Buchmesse Migration vom 21. bis 24. November 2019 werden wir in der gegenwärtigen Zeit, in der Demokratien in Europa, auch in Deutschland, durch totalitäre und radikale rechte identitäre Bewegungen in Frage gestellt werden, das Thema Vielfalt mit unterschiedlichen Schwerpunkten in vielen Foren zur Diskussion  stellen. Dabei werden das Thema Flucht und die Integration der Geflüchteten sowie die Standpunkte der Kirchen zur religiösen Vielfalt in der Gesellschaft die Hauptschwerpunkte sein.
 
Den Initiatoren der Bonner Buchmesse Migration liegt es am Herzen, Wissensvermittlung durch Information und kritischen Dialog zu verbinden sowie kreatives Gestalten und interaktives Erleben zu stärken. Die Buchmesse steht diesmal unter dem Motto „Vielfalt gestalten – Demokratie leben“.
 
Das interkulturelle Rahmenprogramm der Buchmesse mit Veranstaltungen, Diskussionsrunden, Fachtagungen und Workshops - mal mit eher theoretischem, mal mit empirischem oder ganz persönlichem Fokus - spricht Experten und interessierte Laien gleichermaßen an. Die Organisatoren möchten dadurch breiteren Kreisen Wissen zugänglich machen und Impulse zu einer demokratischen Gestaltung der Gesellschaft in Vielfalt zur Diskussion stellen.
 
Das Programm der Bonner Buchmesse Migration spiegelt die aktuellen Lebensrealitäten, Herausforderungen und Möglichkeiten eines fortdauernden realpolitischen und gesellschaftlichen Prozesses. Die Buchmesse bietet der Öffentlichkeit die Möglichkeit, sich  kritisch mit den zahlreichen Facetten der Migration und des interkulturellen Zusammenlebens auseinanderzusetzen. Die Grundidee der Buchmesse ist, ein Forum zu schaffen, um Menschen aus allen Kulturen über Migration und demographischen Wandel zu informieren.

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