Das christliche Abendland - Historische Realität oder Chimäre?

Donnerstag, 14. November 2019, 19:00 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt
Brüdergasse 16-18, Bonn
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­In letzter Zeit hört man öfter davon, dass die Werte des christlichen Abendlandes bewahrt oder verteidigt werden müssten. Doch woher kommt überhaupt dieser aktuell vor allem von rechtspopulistischen Kreisen genutzte Begriff? Mit welchen Inhalten war er in seiner Bedeutungsgeschichte verbunden?
 
Das Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur und die Evangelische Akademie im Rheinland laden Sie herzlich ein zu einem Vortrag über die Geschichte dieses Begriffes:
 
Das christliche Abendland –
Historische Realität oder Chimäre?
 
Vortrag von Jörgen Klußmann
Donnerstag, 14. November 2019, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr
 
Veranstaltungsort:
MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
 
Jörgen Klußmann, Studienleiter für Politik an der Evangelischen Akademie im Rheinland, zeigt die historische Entwicklung des Begriffs auf und verweist auf Zusammenhänge mit der Reformation, der Romantik und dem Nationalismus. Die Moderation des Abends hat der Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn, Dr. Hidir Celik.
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­Mit freundlichen Grüßen
Georg Andryk
Assistenz Neue Medien
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­Impressum:
Evangelische Akademie im Rheinland
Friedrich-Breuer-Straße 86, 53225 Bonn
Tel.: 0228 479898-50
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.ev-akademie-rheinland.de

Bericht über Projekt "Wir Miteinander"

Seit Juli 2018 läuft das Projekt "Wir Miteinander" der EMFA / Integrationsagentur. Es will zum gegenseitigen Verständnis zwischen Religionen und Kulturen beitragen.

Eine Ausstellung mit Fotografien von Ulrich Püschmann sowie Online-Publikationen mit Texten von Hidir Celik und Dirk Voos sind Bestandteile des Projektes. 

Einen ausführlichen Bericht über "Wir Miteinander" finden Sie unter:
https://www.ekir.de/www/service/wir-miteinander-31851.php 


 

Eröffnung der 12. Bonner Buchmesse Migration

Donnerstag, 21. November 2019 um 18:00 Uhr
Vielfalt gestalten - Demokratie leben
 
Zur diesjährigen Bonner Buchmesse Migration lädt die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) erstmals gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Bonn und Region ein.
 
Unter dem Motto „Vielfalt gestalten – Demokratie leben“ werden die Gäste dazu ermuntert, sich gemeinsam auf die Gestaltung der Vielfalt sowie die Auseinandersetzung mit der Demokratie einzulassen. Damit begeben wir uns auf Wege, die sowohl das reale (Er-)Leben und seine Herausforderungen als auch Hoffnung, Mut und den Blick für das Schöne ermöglichen.

Gemeinsam sind wir ein Ganzes!

Es sprechen:
 
Prof. Dr. Hans Walter Hütter
Präsident der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

Pfarrer Eckart Wüster
Superintendent Evangelischer Kirchenkreis Bonn

Angelica Maria Kappel
Bürgermeisterin der Bundesstadt Bonn

Pfarrer Manfred Rekowski
Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland

Marion Schaefer
Geschäftsleitung Diakonisches Werk Bonn und Region

Dr. Hıdır Çelik
Leiter der EMFA / Integrationsagentur

Moderation: Dr. Dietmar Schubert

Musikalische Begleitung: Musik Trio Transaesthetics

Im Anschluss laden wir Sie herzlich zum Empfang im Foyer ein.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 5. November 2019 unter der E-Mail-Adresse:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Die Buchmesse dauert vier Tage bis zum 24. November 2019.
 
 
Ausführliche Informationen finden Sie unter:
 
 


 

Ich bin Ich UND Du bist Du

Ferienfreizeit im Herbst für Kinder aus aller Welt

Kunst- und Theaterworkshop im MIGRApolis-Haus der Vielfalt für Kinder von 8-12 Jahren
Mittwoch, 16.10. - Freitag, 18.10.19
 
Gestalte und erlebe drei kreative und spannende Tage gemeinsam mit anderen Kindern.
Drei kreative und spannende Tage plus Ausflug
Täglich von 10 – 16 Uhr
Gemeinsame Mahlzeiten und kostenlose Teilnahme
 
Anmeldung:
Das ausgefüllte und unterschriebene Anmeldeformular können Sie uns per Mail zuschicken oder auch persönlich bei uns im Haus MIGRApolis abgeben.
Bei Fragen rufen Sie uns gerne an. Die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Kontakt:
Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) / Integrationsagentur Bonn
Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn, Tel.: 0228-697491
Leila Mousselmani: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Mobil: 0179-1020006
Carina Pfeil: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Mobil: 0174-1658544
 

Neue Broschüre

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die auch eine Beeinträchtigung / Behinderung haben. Desgleichen sind unter den Geflüchteten zunehmend Menschen mit einer chronischen Krankheit oder einer Behinderung. Auch in Bonn lebt eine wachsende Zahl von Zuwander*innen mit einer Beeinträchtigung und / oder gesundheitlichen Einschränkungen.

Geflüchtet / Zugewanderte und ihre Familien möchten erfahren, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfen benötigen und wo sie Unterstützung und Beratung für ihre Fragen und Probleme erhalten. Es gibt einen großen Informationsbedarf bezüglich der Versorgungsstruktur des deutschen Gesundheitssystems und der Möglichkeit der Hilfen bei Behinderungen.

Hauptziel dieser zweisprachigen Broschüre (Deutsch / Arabisch) ist es, Migrant*innen / Geflüchtete über Angebote der Beratung, Unterstützung und Versorgung, der Behindertenhilfe und des Gesundheitswesens zu informieren und Hemmschwellen der Inanspruchnahme zu vermindern bzw. zu beseitigen. Sie sollen ermutigt werden, Angebote und Hilfen wahrzunehmen.

(Aus dem Vorwort von Dr. Hıdır Çelik)

Die Broschüre kann bei uns (MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn) kostenlos abgeholt werden!

Broschuere Beratung                       Broschuere Beratung arab

 


 

Grußwort zu 30 Jahre EMFA

        
Seit 30 Jahren engagiert sich die Evangelische Kirche in Bonn in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit. Bereits 1989 wurde erkannt, dass es in diesem Arbeitsfeld ein besonderes Engagement braucht. Das gestaltete sich damals anders als heute, aber das Grundanliegen und die Grundproblematik haben sich nicht verändert. Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – ihre Heimat verlassen haben, brauchen häufig Unterstützung, um sich in der neuen und für sie oft völlig fremden Umgebung zurechtzufinden.
 
Die Diskussion hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Und vor allem haben die Übergriffe und schweren Straftaten gegen Fremde deutlich zugenommen. Menschen, die anders sind als „ich“, werden als Bedrohung wahrgenommen und in wachsendem Maße attackiert.
 
Dass wir das 30jährige Bestehen der EMFA bedenken, zeigt, dass diese Arbeit nötig war und heute wohl dringlicher ist denn je. Gäbe es keine Probleme, wäre die Arbeit eben nicht notwendig.
 
Dabei ist der evangelischen Kirche die Arbeit mit Migrantinnen und Migranten sowie mit Flüchtlingen ein besonderes Anliegen. Es hängt mit unserem Selbstverständnis zusammen, dass wir uns als christliche Gemeinde in der Ökumene weltweit verbunden wissen. Wir selbst wissen, dass die Kinder Gottes aus allen Regionen der Welt kommen, dass sie verschieden sind und es auch sein dürfen. Das Christentum war von Anfang an global.
„Es werden kommen von Osten und Westen, von Norden und von Süden, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes.“
So heißt es Lukasevangelium (Lukas 13, 29).
 
Also nicht: America first, Europa zuerst, „ich“ zuerst. Wenn es nicht gelingt, die Vielfalt des Lebens auf dieser Erde anzuerkennen und zu gestalten, wird es keinen Frieden geben. Und wenn es nicht gelingt, die Lebensverhältnisse in den Ländern zu verbessern, aus denen Menschen flüchten vor Krieg, Armut, Perspektivlosigkeit und Klimawandel, werden die Flüchtlingsströme nicht abreißen.
 
Ich erinnere an dieser Stelle noch einmal daran, dass die Fremden in der Bibel einen besonderen Schutz genießen. Ein Gebot lautet so:
 „Du sollst den Fremdling lieben wie dich selbst.“
 
Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit ist in diesem Bereich tätig. Wir haben noch nie nach der Religionszugehörigkeit oder nach der Konfession der Menschen gefragt. Wir bemühen uns, den Menschen in seiner möglichen Not wahrzunehmen, mit dem, was er braucht, um hier ankommen zu können.
 
Dabei bildet die konkrete Beratung der Menschen, die zu uns gekommen sind, einen Schwerpunkt der Arbeit.

Aber auch die Bildungsarbeit – ich erinnere beispielhaft an die Bonner Buchmesse Migration, die inzwischen zu einem festen Bestandteil des Programms geworden ist – wurde und wird immer wichtiger. Räume der Begegnung zu schaffen und zu fördern ist unerlässlich. Das Gebet der Religionen sei hier als ein Beispiel genannt, wie Begegnung möglich werden kann.
 
Ich danke allen, die in den letzten 30 Jahren sich so intensiv in diese Arbeit eingebracht haben. Eigentlich müsste man alle Haupt-, Neben- und Ehrenamtliche namentlich erwähnen. Das würde den Rahmen sprengen. Deshalb darf ich stellvertretend für alle den Leiter Hidir Celik und die Ehrenamtliche Almut Schubert erwähnen. Ich sage herzlichen Dank im Namen des Kirchenkreises und aller Kirchengemeinden. Wir sind froh, dass diese wichtige Arbeit tun.
 
Pfarrer Eckart Wüster, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn

Kirchenasyl früher – Kirchenasyl heute

Termin: Dienstag, 14.05.2019, 18.00 - 21.00 Uhr
Ort: MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
 
Nach einem historischen Rückblick auf die Entstehung und Entwicklung des Kirchenasyls wird die aktuelle Bedeutung von Kirchenasyl herausgearbeitet. Außerdem wird über den aktuellen Stand des Asylverfahrens und Ausländerrechts referiert. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierte.
 
Leitung: Dr. Hidir Celik u. Pfr. Dirk Voos, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0228/69 74 91
Veranstalter: Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur
Anmeldeschluss: 10.05.2019 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Konversationscafé: Eine Erfolgsgeschichte

Konversationscafe

Foto: Hıdır Çelik

Immer Montagnachmittag um 14 Uhr füllt sich das Café im MIGRApolis-Haus der Vielfalt. In netter Atmosphäre treffen sich Migrantinnen und Migranten, um über verschiedene Themen zu diskutieren oder einfach nur zu plaudern.

Leiterin Barbara Schlüter hat 2014 das allwöchentliche Konversationscafé ins Leben gerufen, als viele Flüchtlinge frisch nach Deutschland gekommen sind. Damals standen Starthilfen beim Ankommen in Deutschland im Mittelpunkt, Ausfüllen von notwendigen Formularen und Pflege der deutschen Sprache. Auch standen und stehen Exkursionen auf dem Programm, ins Haus der Geschichte, in den Botanischen Garten und zu anderen spannenden Zielen in Bonn. Mittlerweile helfen viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit. Das Konversationscafé hat sich mittlerweile zu einer festen Institution entwickelt und wird immer sehr gut besucht.

Auch ein Selbstlernzentrum ist seit zwei Jahren fester Bestandteil des Cafés, wo vor allem junge Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit haben, an mehreren Rechnern zu lernen und zu arbeiten.
Beide Projekte werden von der Bundesstadt Bonn und vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.


 

Was geht uns das an? Informationsveranstaltung mit Pia Klemm sorgt für volles MIGRApolis-Haus

Am 2. April war bei uns in einem sehr gut gefüllten Café Pia Klemm zu Gast, die Kapitänin des Seenot-Rettungsschiffes „IUVENTA“. 

Nach kurzer Begrüßung durch Dr. Hıdır Çelik trug Pia Klemm vor, wie Fluchtbewegungen weltweit zunehmen. Sie stellte auch die Ursachen für Massenmigration dar und wies darauf hin, wie unmenschlich die Situation von Flüchtlingen im Mittelmeer momentan ist. Die Seenotrettung sieht sie als moralische Pflicht, um Menschen vor dem sicheren Tod zu retten.

Nach ihrem Vortrag fand eine lebhafte anregende Diskussion mit Besucherinnen und Besuchern statt, die von Pfarrer Dirk Voos moderiert wurde.

Die Veranstaltung wurde von der EMFA / Integrationsagentur organisiert und von folgenden Organisationen und Initiativen unterstützt:
Bonner flüchtlingspolitisches Forum weltoffen, Sea-eye-Hochschulgruppen, Seebrücke Bonn, Flüchtlingshilfe Bonn e.V. und Netzwerk-AK "Menschen ohne Papiere"

Vertreter von den unterstützenden Initiuativen wiesen darauf hin, dass in diesem Bereich eine Netzwerkarbeit immens wichtig sei.

Pia Klemm 1   Pia Klemm 2

Fotos: Hıdır Çelik


 

Integrationsminister besuchte MIGRApolis-Haus der Vielfalt

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Fotos: Michael A. Schmiedel

Am Mittwoch, dem 27. März, bekamen wir hohen Besuch aus Düsseldorf: Der Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Joachim Stamp, und die Staatssekretärin für Integration, Serap Güler, waren im MIGRApolis-Haus zu Gast. Sie lernten die MitarbeiterInnen des BIM e.V. und der EMFA / Integrationsagentur kennen und diskutierten anregend mit ihnen über aktuelle integrationspolitische Themen.

Auch die Integrationsbeauftragte der Bundesstadt Bonn, Coletta Manemann, die den Besuch vermittelt hatte, war bei dem Termin anwesend.

Die MitarbeiterInnen zeigten sich mit dem Verlauf und Inhalt des Gesprächs sehr zufrieden.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier.


 

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