AUSZEIT

Für alle interessierten Mitarbeitenden sowie Besucherinnen und Besucher des Migrapolis – Hauses der Vielfalt
 
Nimm Dir eine
„A U S Z E I T“
für Deine Seele
 
Thema: Das Kind in mir
 
Zur Ruhe kommen, sich selbst erkennen, anderen zuhören, nachdenken, miteinander reden und Erfahrungen teilen
 
Dienstag, 4. Februar 2020
13.30 Uhr – 14.15 Uhr
im 2. Obergeschoss
 

Offene Beratungssprechstunde der EUTB

In Zusammenarbeit mit der EMFA Bonn – Integrationsagentur bietet die Ergänzende Unabhängige Teilhabe Beratung Bonn eine offene Beratungssprechstunde in den Räumen von MIGRApolis an.
 
Menschen mit Einschränkungen haben das Recht auf Teilhabe in der Gesellschaft und auf Leistungen für ein selbstbestimmtes Leben. Mögliche Beratungsthemen sind:

∗ Assistenzleistungen
∗ Persönliches Budget
∗ Wohnen und Betreuung
∗ Schwerbehindertenausweis
∗ Familie und Partnerschaft
∗ Schule, Ausbildung, Beruf oder Studium
∗ Freizeit und psychosoziale Beratung in Lebenskrisen

Peer Counseling – Beratung von Betroffenen für Betroffene – ist die bevorzugte Beratungsmethode. Sie unterstützt, Entscheidungen selbstbestimmt zu treffen.
Die Beratung ist kostenlos und beantwortet Fragen zur Teilhabe. Die Wünsche der Ratsuchenden stehen immer im Vordergrund. Gerne können Sie sich zu der Beratung begleiten lassen.

Beratung jeden 2. Dienstag im Monat
von 10:00 bis 12:00 Uhr
MIGRApolis-Haus der Vielfalt
Brüdergasse 16-18
53111 Bonn
Telefon: 0228-69 74 91
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Sven Günzel
Leitung EUTB-Bonn
Web: http://www.eutb-bonn.de
Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: 0228-25 04 20

Sven Günzel hat in Hamburg Japanologie und evangelische Theologie studiert und war als Journalist und Redakteur freiberuflich tätig.
2001 ist er nach Bonn gekommen und hat ab 2005 als Trainer bei verschiedenen Bildungsträgern gearbeitet. Hier kam es zu ausgiebigen Kontakten mit behinderten Menschen. Das und seine eigenen Beeinträchtigungen nahm er zum Anlass, bis 2018 ehrenamtlich als Peer Counselor zu beraten.
Ab 2017 hat er hat dabei geholfen, die EUTB-Beratungsstelle in Bonn aufzubauen, dessen Leiter er heute ist. Er berät mit zwei Kolleginnen Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige und von Behinderung bedrohte Menschen zu allen Themen der Teilhabe.

Frei und gleich - Theaterworkshop zum Thema Menschenrechte

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) veranstaltet einen Workshop, der sich intensiv mit dem Themenkomplex Menschenrechte beschäftigen wird.

Die Idee ist, das Wechselspiel von Identität und Menschenrechten anschaulich und durch theaterpraktische Methoden erlebbar zu machen. Zielgruppe sind alle Interessierten, insb. aber Multiplikatoren der Jugendarbeit, für Lehrer_innen, Sozialarbeiter_innen, Diakoninnen und Diakone, Jugendreferent_innen sowie Theaterpädagog_innen.

Ziel ist es, dass die Teilnehmer Methoden kennenlernen, die sie in ihrer eigenen Arbeit  anwenden können - in der evangelischen Jugendbildungsarbeit und darüber hinaus. 

Mehr Informationen finden Sie hier


 

Vielfalt gestaltet und Demokratie gelebt

12. Bonner Buchmesse Migration wurde ein voller Erfolg

Vier Tage lang, vom 21. bis zum 24. November 2019, öffnete die 12. Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ihre Tore. Vorbereitet und durchgeführt wurde sie, wie auch sonst alle zwei Jahre, von der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) / Integrationsagentur. Zum ersten Mal war das Diakonische Werk Bonn und Region Mitveranstalter der Buchmesse. Das Motto hieß „Vielfalt gestalten - Demokratie leben“.

Mehr als 50 Veranstaltungen, Autorenlesungen, Vorträge, Diskussionen und Workshops sowie Poetry-, Tanz- und Musikeinlagen, begeisterten das zahlreich ins Haus der Geschichte gekommene Publikum. In einer Zeit, in der rechtspopulistische und autoritäre Tendenzen in Deutschland und Europa zu erkennen sind, lag es den Veranstaltern am Herzen, zu beweisen, dass Offenheit und Toleranz in der breiten Mehrheit der Gesellschaft die Werte sind, die täglich gelebt und gezeigt werden. Der rege Besuch der Buchmesse beweist, dass ein friedliches Miteinander in Vielfalt zu leben sowie Ängste und Vorurteile zu überwinden, durchaus möglich ist.
Wichtige Anknüpfungspunkte waren die vielen runden Jahrestage, die wir in diesem Jahr begangen haben: 100 Jahre Weimarer Verfassung, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall. Diese Ereignisse zeigen heute noch, wie wertvoll ein sich Einsetzen für Freiheit und Demokratie ist.

Besondere Höhepunkte der Buchmesse waren die Eröffnungsfeier, die musikalisch vom Musik Trio Transaesthetics gestaltet wurde, die Slam Poetry mit Jessy James LaFleur und Ella Anschein, die Preisverleihung des Literaturwettbewerbs sowie der musikalische Abschluss durch Ahmet Dikme, der alevitische Lieder aus Anatolien vortrug.

Schon jetzt laden die Veranstalter herzlich zur neuen, 13. Auflage der Buchmesse ein. Auf Wiedersehen im November 2021!!!
 

Bericht über Projekt "Wir Miteinander"

Seit Juli 2018 läuft das Projekt "Wir Miteinander" der EMFA / Integrationsagentur. Es will zum gegenseitigen Verständnis zwischen Religionen und Kulturen beitragen.

Eine Ausstellung mit Fotografien von Ulrich Püschmann sowie Online-Publikationen mit Texten von Hidir Celik und Dirk Voos sind Bestandteile des Projektes. 

Einen ausführlichen Bericht über "Wir Miteinander" finden Sie unter:
https://www.ekir.de/www/service/wir-miteinander-31851.php 


 

Neue Broschüre

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die auch eine Beeinträchtigung / Behinderung haben. Desgleichen sind unter den Geflüchteten zunehmend Menschen mit einer chronischen Krankheit oder einer Behinderung. Auch in Bonn lebt eine wachsende Zahl von Zuwander*innen mit einer Beeinträchtigung und / oder gesundheitlichen Einschränkungen.

Geflüchtet / Zugewanderte und ihre Familien möchten erfahren, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfen benötigen und wo sie Unterstützung und Beratung für ihre Fragen und Probleme erhalten. Es gibt einen großen Informationsbedarf bezüglich der Versorgungsstruktur des deutschen Gesundheitssystems und der Möglichkeit der Hilfen bei Behinderungen.

Hauptziel dieser zweisprachigen Broschüre (Deutsch / Arabisch) ist es, Migrant*innen / Geflüchtete über Angebote der Beratung, Unterstützung und Versorgung, der Behindertenhilfe und des Gesundheitswesens zu informieren und Hemmschwellen der Inanspruchnahme zu vermindern bzw. zu beseitigen. Sie sollen ermutigt werden, Angebote und Hilfen wahrzunehmen.

(Aus dem Vorwort von Dr. Hıdır Çelik)

Die Broschüre kann bei uns (MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn) kostenlos abgeholt werden!

Broschuere Beratung                       Broschuere Beratung arab

 


 

Grußwort zu 30 Jahre EMFA

        
Seit 30 Jahren engagiert sich die Evangelische Kirche in Bonn in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit. Bereits 1989 wurde erkannt, dass es in diesem Arbeitsfeld ein besonderes Engagement braucht. Das gestaltete sich damals anders als heute, aber das Grundanliegen und die Grundproblematik haben sich nicht verändert. Menschen, die – aus welchen Gründen auch immer – ihre Heimat verlassen haben, brauchen häufig Unterstützung, um sich in der neuen und für sie oft völlig fremden Umgebung zurechtzufinden.
 
Die Diskussion hat sich in den letzten Jahren deutlich verschärft. Und vor allem haben die Übergriffe und schweren Straftaten gegen Fremde deutlich zugenommen. Menschen, die anders sind als „ich“, werden als Bedrohung wahrgenommen und in wachsendem Maße attackiert.
 
Dass wir das 30jährige Bestehen der EMFA bedenken, zeigt, dass diese Arbeit nötig war und heute wohl dringlicher ist denn je. Gäbe es keine Probleme, wäre die Arbeit eben nicht notwendig.
 
Dabei ist der evangelischen Kirche die Arbeit mit Migrantinnen und Migranten sowie mit Flüchtlingen ein besonderes Anliegen. Es hängt mit unserem Selbstverständnis zusammen, dass wir uns als christliche Gemeinde in der Ökumene weltweit verbunden wissen. Wir selbst wissen, dass die Kinder Gottes aus allen Regionen der Welt kommen, dass sie verschieden sind und es auch sein dürfen. Das Christentum war von Anfang an global.
„Es werden kommen von Osten und Westen, von Norden und von Süden, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes.“
So heißt es Lukasevangelium (Lukas 13, 29).
 
Also nicht: America first, Europa zuerst, „ich“ zuerst. Wenn es nicht gelingt, die Vielfalt des Lebens auf dieser Erde anzuerkennen und zu gestalten, wird es keinen Frieden geben. Und wenn es nicht gelingt, die Lebensverhältnisse in den Ländern zu verbessern, aus denen Menschen flüchten vor Krieg, Armut, Perspektivlosigkeit und Klimawandel, werden die Flüchtlingsströme nicht abreißen.
 
Ich erinnere an dieser Stelle noch einmal daran, dass die Fremden in der Bibel einen besonderen Schutz genießen. Ein Gebot lautet so:
 „Du sollst den Fremdling lieben wie dich selbst.“
 
Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit ist in diesem Bereich tätig. Wir haben noch nie nach der Religionszugehörigkeit oder nach der Konfession der Menschen gefragt. Wir bemühen uns, den Menschen in seiner möglichen Not wahrzunehmen, mit dem, was er braucht, um hier ankommen zu können.
 
Dabei bildet die konkrete Beratung der Menschen, die zu uns gekommen sind, einen Schwerpunkt der Arbeit.

Aber auch die Bildungsarbeit – ich erinnere beispielhaft an die Bonner Buchmesse Migration, die inzwischen zu einem festen Bestandteil des Programms geworden ist – wurde und wird immer wichtiger. Räume der Begegnung zu schaffen und zu fördern ist unerlässlich. Das Gebet der Religionen sei hier als ein Beispiel genannt, wie Begegnung möglich werden kann.
 
Ich danke allen, die in den letzten 30 Jahren sich so intensiv in diese Arbeit eingebracht haben. Eigentlich müsste man alle Haupt-, Neben- und Ehrenamtliche namentlich erwähnen. Das würde den Rahmen sprengen. Deshalb darf ich stellvertretend für alle den Leiter Hidir Celik und die Ehrenamtliche Almut Schubert erwähnen. Ich sage herzlichen Dank im Namen des Kirchenkreises und aller Kirchengemeinden. Wir sind froh, dass diese wichtige Arbeit tun.
 
Pfarrer Eckart Wüster, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn

Kirchenasyl früher – Kirchenasyl heute

Termin: Dienstag, 14.05.2019, 18.00 - 21.00 Uhr
Ort: MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
 
Nach einem historischen Rückblick auf die Entstehung und Entwicklung des Kirchenasyls wird die aktuelle Bedeutung von Kirchenasyl herausgearbeitet. Außerdem wird über den aktuellen Stand des Asylverfahrens und Ausländerrechts referiert. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierte.
 
Leitung: Dr. Hidir Celik u. Pfr. Dirk Voos, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel: 0228/69 74 91
Veranstalter: Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur
Anmeldeschluss: 10.05.2019 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Das Konversationscafé: Eine Erfolgsgeschichte

Konversationscafe

Foto: Hıdır Çelik

Immer Montagnachmittag um 14 Uhr füllt sich das Café im MIGRApolis-Haus der Vielfalt. In netter Atmosphäre treffen sich Migrantinnen und Migranten, um über verschiedene Themen zu diskutieren oder einfach nur zu plaudern.

Leiterin Barbara Schlüter hat 2014 das allwöchentliche Konversationscafé ins Leben gerufen, als viele Flüchtlinge frisch nach Deutschland gekommen sind. Damals standen Starthilfen beim Ankommen in Deutschland im Mittelpunkt, Ausfüllen von notwendigen Formularen und Pflege der deutschen Sprache. Auch standen und stehen Exkursionen auf dem Programm, ins Haus der Geschichte, in den Botanischen Garten und zu anderen spannenden Zielen in Bonn. Mittlerweile helfen viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit. Das Konversationscafé hat sich mittlerweile zu einer festen Institution entwickelt und wird immer sehr gut besucht.

Auch ein Selbstlernzentrum ist seit zwei Jahren fester Bestandteil des Cafés, wo vor allem junge Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit haben, an mehreren Rechnern zu lernen und zu arbeiten.
Beide Projekte werden von der Bundesstadt Bonn und vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.


 

Was geht uns das an? Informationsveranstaltung mit Pia Klemm sorgt für volles MIGRApolis-Haus

Am 2. April war bei uns in einem sehr gut gefüllten Café Pia Klemm zu Gast, die Kapitänin des Seenot-Rettungsschiffes „IUVENTA“. 

Nach kurzer Begrüßung durch Dr. Hıdır Çelik trug Pia Klemm vor, wie Fluchtbewegungen weltweit zunehmen. Sie stellte auch die Ursachen für Massenmigration dar und wies darauf hin, wie unmenschlich die Situation von Flüchtlingen im Mittelmeer momentan ist. Die Seenotrettung sieht sie als moralische Pflicht, um Menschen vor dem sicheren Tod zu retten.

Nach ihrem Vortrag fand eine lebhafte anregende Diskussion mit Besucherinnen und Besuchern statt, die von Pfarrer Dirk Voos moderiert wurde.

Die Veranstaltung wurde von der EMFA / Integrationsagentur organisiert und von folgenden Organisationen und Initiativen unterstützt:
Bonner flüchtlingspolitisches Forum weltoffen, Sea-eye-Hochschulgruppen, Seebrücke Bonn, Flüchtlingshilfe Bonn e.V. und Netzwerk-AK "Menschen ohne Papiere"

Vertreter von den unterstützenden Initiuativen wiesen darauf hin, dass in diesem Bereich eine Netzwerkarbeit immens wichtig sei.

Pia Klemm 1   Pia Klemm 2

Fotos: Hıdır Çelik


 

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