Bundesweites Netzwerktreffen Flucht, Migration und Behinderung - diesmal virtuell!

Artikel: J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.)/ EMFA (Integrationsagentur), im Juli 2020

Am 16. und 17. Juni 2020 fand das fünfte bundesweites Netzwerktreffen Flucht, Migration und Behinderung, diesmal wegen coronabedingt veränderten äußeren Umständen digital, im virtuellen Raum statt. Das Netzwerktreffen war, trotz dieser Einschränkungen, geprägt von dem bereits bekannten und intensiven, thematischen Austausch in Arbeitsgruppen sowie fachlichem Input.

Der erste Austausch betraf die unterschiedliche Praxis der Finanzierung von Dolmetschleistungen für Menschen mit Behinderung (insbesondere im Gesundheitssektor), hierzu ist ein entsprechendes Positionspapier entstanden.

Ein Thema einer zweiten Arbeitsgruppe war der Zugang zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für geflüchtete Menschen mit Behinderung und das fehlende Angebot für Sprachkurse für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Die Teilnehmer*innen hielten fest, dass es ganzheitliche Angebote benötigt, um gezielt Menschen mit kognitiven Einschränkungen zu erreichen. Der Zugang zum Arbeitsmarkt und die Anbindung von Sprachkursen an Jobcoaching standen im Mittelpunkt dieses Austausches.

Ein intensiver Austausch in der dritten Arbeitsgruppe zu neuen Projektideen / Konzeptentwicklung ergab sich bei der Thematik Selbstvertreter*innen / Empowerment. Dabei wurde die Komplexität, welche sich aus der Heterogenität der Zielgruppe ergibt, beim Erfahrungsaustausch der teilnehmenden Akteur*innen deutlich. Die Teilnehmenden waren sich über den bestehenden Bedarf einig. 

Das bundesweite Netzwerk – auch die EMFA (Integrationsagentur) ist aktives Mitglied - verfügt mit den diversen Teilnehmer*innen über einen immensen Wissens- und Erfahrungspool. Dier Erfahrungsschatz soll zur Erstellung einer frei zugänglichen Online-Toolbox mit Arbeitsmaterialien rund um das Thema Flucht, Migration und Behinderung genutzt werden. Vorschläge zu Materialien, Aufbau und Thematiken wurden intensiv diskutiert.

Claire Deery, Fachanwältin für Migrationsrecht, präsentierte in ihrem Inputreferat die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Auswirkungen der verlängerten Aufenthaltsdauer von Geflüchteten mit Behinderung in Erstaufnahmeeinrichtungen. Sie schilderte, welche teils besonders schwere Auswirkungen das im Juni 2019 verabschiedete Migrationspaket auf das Leben von Geflüchteten mit Behinderung in Deutschland hat, da ihre besondere Schutzbedürftigkeit weitgehend unberücksichtigt blieb. In der aktuellen Situation wird dies besonders deutlich, da Geflüchtete mit Behinderung aufgrund ihrer Unterbringung in Sammelunterkünften besonders gefährdet sind, sich mit dem Covid-19-Virus zu infizieren und sie trotz ihres erhöhten Risikos nicht entsprechend geschützt werden können. (Handicap International veröffentlichte im März 2020 dazu einen Appell, - dem sich auch die EMFA (Integrationsagentur) anschloss - indem die Ministerpräsident*innen aufgefordert werden, Geflüchtete mit Behinderung umgehend dezentral unterzubringen). Die anschließende Diskussion griff die Frage nach dezentraler Unterbindung und Identifizierung von besonderer Schutzbedürftigkeit auf.

Das fünfte bundesweite Netzwerktreffen über Zoom war durch die coronabedingten veränderten Rahmenbedingungen sicherlich eine neue, spannende Erfahrung für alle Teilnehmer*innen. Auch wenn es wahrscheinlich nicht das letzte Zoomtreffen gewesen ist, hoffen die Teilnehmer*innen doch, dass sie sich irgendwann einmal wieder persönlich treffen können. Das nächste Netzwerktreffen findet am 27. und 28. Oktober statt.


 

Schullaptops für Kinder und Jugendliche

Was möchten wir erreichen?

Durch die Corona-Krise treten Bildungsungleichheiten noch deutlicher hervor. Schüler*innen aus einkommensschwachen Haushalten haben oftmals nicht die ausreichende technische Ausstattung, um an den digitalen Unterrichtsformen gleichberechtigt teilnehmen zu können. Wir als EMFA / Integrationsagentur setzen uns für einen gleichberechtigten Zugang zu digitalen Schul- und Bildungsformen ein. In Kooperation mit der Stabsstelle Integration der Stadt Bonn und einem Team von engagierten Ehrenamtlichen möchten wir Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Haushalten mit Migrations- und / oder Fluchthintergrund schnell und unbürokratisch mit Laptops für den Schulgebrauch ausstatten. Das Projekt wird bedarfsorientiert und ganzheitlich durchgeführt.

Wie sieht das konkret aus?

Über unsere EMFA-Beratungsstelle ermitteln wir den Bedarf an Laptops, und pro Familie kann ein Gerät beantragt werden. Die Geräte sollen nicht nur verteilt, sondern in Verbindung mit einer persönlichen Einweisung in die Basisfunktionen wie E-Mail- und Schreibprogramm, Adobe Reader, Kindersperren fürs Internet etc. übergeben werden. Diese Einweisung wird durch ehrenamtliche Helfer*innen durchgeführt.

Projektlaufzeit

Wir möchten die Sommerpause bzw. die Schulferien nutzen, um die Kinder und Jugendlichen für den Start in das neue Schuljahr 2020/21 auszustatten. Das Projekt startet im Juli 2020 und endet im Juni 2021.

Wie können Sie uns unterstützen?

Für dieses Projekt würden wir uns sehr freuen, Sie als Kooperationspartner zu gewinnen. Für eine erfolgreiche Durchführung des Projekts benötigen wir nun vor allem Unterstützung in Form von Laptop- und / oder Geldspenden.

Wenn Sie gut funktionierende Geräte haben, die Sie gerne für den Zweck unseres Vorhabens spenden möchten oder wenn Sie Fragen zu dem Projekt und Ihren Unterstützungsmöglichkeiten haben, wenden Sie sich gerne an uns.

Ansprechpartnerin

Carina Pfeil (Koordinatorin für Flüchtlingsarbeit und Ehrenamt)

Tel.: 0228-697491

Mobil: 0174-1658544

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Spendenkonto

Ev. Kirchenkreis Bonn

IBAN: DE20 3506 0190 1088 4330 56

BIC: GENODED1DKD

Verwendungszweck: SCHULLAPTOPS

Unsere Kooperationspartner:

BIMStabsstelle Integration  Volunteefy    Lukaskirchengemeinde


 

Ankündigung: Rundbrief Nummer zwei erschienen

Projekt: „Vielfalt und Hilfe durch Inklusion und gesundheitliche Teilhabe“

Liebe Kolleg*innen und Freund*innen,

vielen Dank für das rege Feedback auf unseren ersten Rundbrief im Rahmen unseres online-gestützten Projektes. 
 
Aktuell ist nun ein zweiter Rundbrief mit Informationen und Material - zum Thema Corona (mehrsprachig und in Leichter Sprache) erschienen:  

- zu Beratungen und Hilfeleistungen 
- zum Thema Kommunikation -  Online
- mit Stellungnahmen und Dokumenten (u.a. eine Stellungnahme, erarbeitet im bundesweiten Netzwerk Flucht, Migration und Behinderung: „Zur Finanzierung qualitativer Dolmetscherleistungen für Menschen mit einer Behinderung bei medizinischer Behandlung“ und Literaturempfehlungen, Arbeitshilfen.

Ich glaube, dass diese Informationen und Beiträgen für Ihre Arbeit, bzw. Engagement im Bereich Flucht, Migration und Beeinträchtigung / Behinderung und Beratung / Selbsthilfe – von Nutzen sein können.

Ich möchte Sie weiterhin zu Rückmeldungen und Fragen ermuntern. Möchten Sie selbst gerne auf Termine und wichtige Informationen, - zum Beispiel zur medizinischen Versorgung für geflüchtete / zugewanderte Menschen mit Beeinträchtigung / Behinderung - aufmerksam machen? Ich freue mich über Ihre Hinweise!
 
Sie würden gerne den Rundbrief erhalten?

Bitte nehmen Sie Kontakt auf mit: 

Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA / Integrationsagentur, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) (Projektkoordination)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder 0176 34 68 34 10
 
Ich wünsche Ihnen/ Euch und Ihren/Euren Klient/-innen viel Kraft, Optimismus und Gesundheit!
 
Mit freundlichen Grüßen 
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) 
 
Projektträger ist die die EMFA / Integrationsagentur. Wir kooperieren eng mit der Behindertengemeinschaft Bonn, der Bonner Altenhilfe und der Alzheimer-Gesellschaft Bonn. 

Weitere Informationen finden Sie unter: fbk-bonn.de .

** Gefördert als spezifische Maßnahme im Rahmen der KOMM-AN NRW III Projekte durch die Landesregierung NRW; in Kooperation mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. Projektleiter ist Dr. Hidir Celik, Verantwortlicher Leiter der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn / Integrationsagentur / EMFA (Integrationsagentur) 


Erklärung zur Seenotrettung und Flüchtlingshilfe

Mit großer Mehrheit sicherte die Bonner Kreissynode der Stadt Bonn (06.06.2020) ihre Unterstützung bei der zusätzlichen Aufnahme von Geflüchteten zu.

Als Ausdruck der Solidarität mit dem bundesweiten Aktionstag zur Sennnotrettung am selben Tag wird die Forderung unterstützt nach einer Evakuierung des Flüchtlingscamps auf der griechischen Insel Lesbos. Rund 40.000 Geflüchtete lebten in von der EU finanzierten Lagern unter menschenunwürdigen Bedingungen. „Die große Zahl an deutschen Kommunen, Städten und Bundesländern, die im Bündnis Sichere Häfen zur Aufnahme bereit sind – auch die Stadt Bonn gehört dazu – ist ein starkes Signal an das Bundesinnenministerium, sich für eine humanitäre Lösung einzusetzen", heißt es in der Erklärung der Synode, die der stellvertretende Superintendent, der Endenicher Pfarrer und Synodalassessor Uwe Grieser einbrachte.

Zugleich unterstützen die Bonner Protestanten damit den Appell, die beiden in Italien festgesetzten Rettungsschiffe Alan Kurdi und Aita Mari wieder zu „dringend benötigen zivilen Seenotrettung" auslaufen zu lassen. Für Superintendent Dietmar Pistorius ist die Erklärung auch ein wichtiges Signal, „dass sich Kirche in Coronazeiten gerade auch um die Menschen in Not kümmert, die kaum mehr im Blick sind".

(übernommen von der Internetseite des Evangelischen Kirchenkreises Bonn, bonn-evangelisch.de)


 

EMFA-Sozialberatung ab dem 19.05.20 wieder im Haus MIGRApolis!

Wir freuen uns sehr, dass wir ab Dienstag, den 19.05.20 wieder unsere regulären Beratungszeiten im Haus MIGRApolis anbieten können.

Bitte beachten Sie dazu folgende Hinweise:

Die wöchentlichen Beratungszeiten Dienstags von 10-12 Uhr und Donnerstags von 15-17 Uhr bleiben bestehen.
Die Beratung findet ausschließlich im Café (EG) des Hauses statt. Das Betreten der Büroräume ist Besucher*innen nicht gestattet.
Das Betreten des Cafés ist ausschließlich mit Maske gestattet.
Um zu vermeiden, dass sich zu viele Menschen in einem Raum aufhalten, dürfen wir leider keinen Wartebereich schaffen. Wenn keine*r der Berater*innen frei ist, müssen Sie zu einem anderen Zeitpunkt wiederkommen. Daher unsere Empfehlung: Rufen Sie uns vorher an und vereinbaren Sie einen Termin. So können wir gewährleisten, dass Sie beraten werden.

Darüber hinaus bitten wir Sie um Einhaltung der allgemeinen Corona-Auflagen:
• Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zum Nächsten
• Vermeiden Sie jeglichen Körperkontakt, wie Händeschütteln oder Schulterklopfen
• Tragen Sie Ihre Maske
• Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie grippeähnliche Symptome haben.

Bitte haben Sie Verständnis für die neue Situation und dadurch entstehende Verzögerungen der Bearbeitung Ihrer Anliegen.
 

 

FBK-Rundbrief Nr. 1 erschienen

Vielfalt und Hilfe durch Inklusion und gesundheitliche Teilhabe
Selbsthilfe – Netzwerk - Austausch - Information – Weiterbildung
 
Liebe Kolleg*innen und Freund*innen,
 
für unseren ersten Rundbrief im Rahmen unseres praxisorientierten Online-Projektes, bzw. unseres fachlichen Erfahrungsaustausches, habe ich einige Informationen und Beiträge gesammelt, von denen ich hoffe, dass sie für Sie, die im Arbeitsfeld Flucht, Migration und Beeinträchtigung/Behinderung Tätigen bzw. für Selbsthilfe–Aktivist*innen und am Thema interessierten Leser*innen von Nutzen sein können. 
 
Es ist mir ein Anliegen, dass auch in der aktuellen´Coronasituation´ der Zugang zu Informationen und Leistungen medizinischer Versorgung für geflüchtete/ zugewanderte Menschen mit Behinderung sichergestellt ist. Geflüchtete Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – brauchen niedrigschwellige, herkunftssprachliche Informationen, besonders wenn sie sich noch im Asylverfahren befinden und ihr Leben von großer Unsicherheit geprägt ist.
 
Inhalte / Bestandteile des „Briefes (1)“ sind im Einzelnen:
Informationsmaterialien (mehrsprachige), Link-Sammlungen, Adressen und Videomaterialien zum Thema  Corona
Informationen zu Hilfeleistungen und Angeboten (im Stadtteil)
Stellungnahmen, Appelle 
Onlinekommunikationstools zur digitalen Barrierefreiheit im Internet
Was ist und wie organisieren wir Selbsthilfe?
Warum Selbsthilfe von Migrant*innen / Geflüchteten? Film-Tipp 
Projekte , Literatur und Newslettter zu Themen Flucht / Migration, Beeinträchtigung / Behinderung, Gesundheit / Erkrankungen  
Termine, Hinweise
 
Möchten Sie diesen Rundbrief erhalten? Dann schreiben Sie mir bitte unter der Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !
 
Ich freue mich über Rückmeldungen, Fragen, Erfahrungen  und Hinweise. Ich wünsche Ihnen/ Euch und Ihren/Euren Klient/-innen viel Kraft und Gesundheit.
 
Mit freundlichen Grüßen 
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) 
 
Kontakt: Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA/ Integrationsagentur, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) (Projektkoordination)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder 0176  34 68 34 10
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internet-Seite: Vielfalt und Hilfe durch Inklusion und gesundheitliche Teilhabe
Selbsthilfe – Netzwerk - Austausch - Information – Weiterbildung
 
Liebe Kolleg*innen und Freund*innen,
 
für unseren ersten Rundbrief im Rahmen unseres praxisorientierten Online-Projektes, bzw. unseres fachlichen Erfahrungsaustausches, habe ich einige Informationen und Beiträge gesammelt, von denen ich hoffe, dass sie für Sie, die im Arbeitsfeld Flucht, Migration und Beeinträchtigung/Behinderung Tätigen bzw. für Selbsthilfe–Aktivist*innen und am Thema interessierten Leser*innen von Nutzen sein können. 
 
Es ist mir ein Anliegen, dass auch in der aktuellen´Coronasituation´ der Zugang zu Informationen und Leistungen medizinischer Versorgung für geflüchtete/ zugewanderte Menschen mit Behinderung sichergestellt ist. Geflüchtete Menschen – ob mit oder ohne Behinderung – brauchen niedrigschwellige, herkunftssprachliche Informationen, besonders wenn sie sich noch im Asylverfahren befinden und ihr Leben von großer Unsicherheit geprägt ist.
 
Inhalte / Bestandteile des „Briefes (1)“ sind im Einzelnen:
Informationsmaterialien (mehrsprachige), Link-Sammlungen, Adressen und Videomaterialien zum Thema Corona
Informationen zu Hilfeleistungen und Angeboten (im Stadtteil)
Stellungnahmen, Appelle 
Onlinekommunikationstools zur digitalen Barrierefreiheit im Internet
Was ist und wie organisieren wir Selbsthilfe?
Warum Selbsthilfe von Migrant*innen / Geflüchteten? Film-Tipp 
Projekte , Literatur und Newslettter zu Themen Flucht / Migration, Beeinträchtigung / Behinderung, Gesundheit / Erkrankungen  
Termine, Hinweise
 
Möchten Sie diesen Rundbrief erhalten? Dann schreiben Sie mir bitte unter der Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! !
 
Ich freue mich über Rückmeldungen, Fragen, Erfahrungen  und Hinweise. Ich wünsche Ihnen/ Euch und Ihren/Euren Klient/-innen viel Kraft und Gesundheit.
 
Mit freundlichen Grüßen 
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) 
 
Kontakt: Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn EMFA / Integrationsagentur, Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
J. Michael Fischell (Dipl. Soz. Wiss.) (Projektkoordination)
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  oder 0176  34 68 34 10

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internet-Seite: www.fbk-bonn.de


Nachruf auf Klaus Otte

Am Samstag abend (02.05.2020) erfuhr ich von einem Freund durch eine E-Mail, dass Klaus Otte im Alter von 85 Jahren verstorben ist. In diesem Augenblick dachte ich an die letzten 25 Jahre mit ihm zurück.
 
Prof. Klaus Otte war ein Theologe und Religionswissenschaftler, der sich lebenslang dem interreligiösen Dialog und der interkulturellen Arbeit gewidmet hat. Er war Gründungsmitglied des Bonner Instituts für Migrationsforschung und viele Jahre lang Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates des BIM e.V.

Mit seiner theologischen und wissenschaftlichen Haltung war Klaus Otte eine umstrittene Persönlichkeit sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche. Öfters sagte er in unseren persönlichen Gesprächen, dass er in einem Spagat zwischen der Gemeindearbeit als Pfarrer und der wissenschaftlichen Arbeit als Theologe stehe. Dennoch hat er immer wieder daran gearbeitet, einen Weg zu finden, die beiden Funktionen zu vereinbaren.
 
Als Theologe und auch als Pfarrer wurde er von vielen Religionsgemeinschaften als Ansprechpartner gesehen. Nicht immer stieß seine theologische Haltung auf Verständnis. Er war für uns immer ein kluger Ratgeber und Gesprächspartner, der sich mit Humor für Belange der Kulturen und Religionen einsetzte.

Meine Erinnerungen an ihn gehen auf 1994 zurück, als er uns angeboten hat, sich für Flüchtlinge und Migranten einzusetzen. So kam es auch zur Gründung des BIM als Verein. Er hat unsere Arbeit als BIM immer unterstützt, an mehreren von uns organisierten Bildungsreisen teilgenommen, und er hat uns mit seiner interessanten Persönlichkeit sowie seinem Wissen bereichert. In ihm hatte ich einen verlässlichen und vertrauensvollen Freund gefunden.

Durch seinen unerwarteten Tod haben wir einen wertvollen Mitstreiter verloren. Wir wünschen seiner Familie viel Kraft und Trost.
 
PD. Dr. Hıdır Çelik, Leiter der Evangelischen Migrations-und Flüchtlingsarbeit Bonn - Integrationsagentur 
/ Gründungsvorsitzender des BIM e.V. (bis März 2018) 
 
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Foto: Archiv Bonner Buchmesse Migration, 2005

 
 
 

Familien fit machen für Kitas und Schule – ein aktuelles Projekt der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit

 
In diesem Projekt wollen wir Eltern – speziell Mütter – auf Erziehungs- und Bildungsanforderungen in Deutschland vorbereiten. Kitas und Schulen werden durch das Projekt entlastet.
 
In Zusammenarbeit mit Kitas und Grundschulen werden einfache Informationseinheiten und Beratung für geflüchtete Familien mit Kindergarten- und Schulkindern angeboten.

Unterschiedliche Verhaltensweisen von Flüchtlingsfamilien und deutschen Eltern werden besprochen und kulturelle Hintergründe und Motive dafür erklärt. Dabei geht es nicht um Bewertungen, sondern um Austausch und Klärung von Unterschieden.

Der Entstehungskontext für die jeweiligen unterschiedlichen Vorstellungen soll erfragt und beschrieben werden.

Um eine lockere Lern-Atmosphäre zu schaffen, wird zu Beginn ein gemeinsames Frühstück mit Kennenlernen empfohlen.
 
Folgende Themen werden u.a. angesprochen:
• Wie sieht Erziehung und Bildung im Herkunftsland und wie hier in Deutschland aus?
• Wünsche, Erwartungen, Ängste der Mütter an Kita und Schule
• Wünsche und Erwartungen von Kita und Schule an die Eltern und Kinder
• Einfache Informationen zum deutschen Schulsystem
• Wie können die Eltern den Kindern helfen – was ist das Wichtigste?
• Normen, Werte und rechtliche Grundlagen in Deutschland in Bezug auf Erziehung, Kinderrechte und Gleichberechtigung der Frau

Projektleitung und Ansprechpartnerin: Barbara Schlüter 

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
 

Aufruf zur Mitteilung von Problemen im Rahmen mit der aktuellen Corona-Krise

Es sind schwere Zeiten angebrochen für den Flüchtlingsschutz. Wichtiger als je zuvor ist es jetzt, zuverlässige und klare Informationen zur Situation von Geflüchteten zu erhalten, wenn Schutzmaßnahmen nicht eingehalten werden, Geflüchtete bei Behörden Probleme erfahren oder aufgrund der Einschränkungen mit anderen Herausforderungen konfrontiert sind.

Die Informationen wollen wir nutzen, um konstruktive, kreative, pragmatische, aber vor allem auch menschenrechtlich vertretbare Lösungen gegenüber der Politik und der Verwaltung vorzuschlagen. Die aktuelle Krise darf nicht zur Missachtung von Grund- und Menschenrechten beim Flüchtlingsschutz führen!

Hierfür bitten wir um Eure/Ihre Unterstützung, uns zu informieren, falls Probleme/Missstände in Verbindung mit Corona bekannt sind oder werden, z.B.
-       beim Zugang zu Behörden,
-       im Asylverfahren,
-       bei der Beantragung von Aufenthaltstiteln,
-       bei Bleiberechtsregelungen für Geduldete,
-       beim Leistungsbezug (AsylbLG, SGBII/XII etc.),
-       in den städtischen Unterkünften und Landeseinrichtungen,
-       bei der Gesundheitsversorgung,
-       bei der Beschulung von Kindern,
-       durch Arbeitgeber*innen (z.B. erzwungene Kurzarbeit).

Dann kontaktieren Sie/kontaktiert uns bitte:
 
Ausbildung statt Abschiebung (AsA) e.V.
Sara Ben Mansour
Mobil: 0157 711 667 60, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Johanna Strohmeier
Mobil: 0157 337 820 94, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.
Beyza Misir
Tel: 0228 267 1720, Mobil: 0151 17994586,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
 
Deutsches Rotes Kreuz
Thomas Tobor
Mobil : 0162 2972 653, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA)
Carina Pfeil
Mobil: 0174 1658544, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kölner Flüchtlingsrat e.V.
Hannah Huser
Mobil: 0163 4560 171, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Kalina Velikova
Mobil: 0157 511 612 63, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Migrantinnentreff Gülistan
Tel: 0228 264 197, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
 
Wir bedanken uns für Ihre/Eure Mitwirkung und wünschen allen viel Gesundheit!
 

 

Herzliche Einladung zur Teilnahme an der Interkulturellen Woche 2020

18. September – 3. Oktober 2020

„Zusammen leben, zusammen wachsen“,
so lautet in diesem Jahr das Motto der Interkulturellen Woche (IKW) 2020. Das Motto der Interkulturellen Woche passt auch in eine Zeit, wo wir als Gesellschaft aufgrund der Corona-Pandemie auf vieles verzichten, um diese Zeit gemeinsam in Solidarität zu verbringen.

Solidarität ist in dieser Zeit großgeschrieben. Wir werden gemeinsam in Vielfalt die Pandemie besiegen, wenn wir zusammenhalten. Wir können nicht wissen, ob wir nach dem Sommer wieder zur Normalität zurückkehren werden können. Dennoch möchten wir die Interkulturelle Woche so planen, in der Hoffnung, dass sie stattfinden kann.

Die Interkulturelle Woche startet bundesweit am Sonntag, 27. September und dauert bis Sonntag, 4. Oktober 2020. Der Tag des Flüchtlings ist in diesem Jahr am 2.Oktober 2020.
In Bonn beginnen wir die IKW bereits am 18. September 2020, mit einer feierlichen Eröffnung im MIGRApolis-Haus der Vielfalt.

Auch „wir nehmen eine Veränderung des politischen Klimas in unserem Land wahr, das nicht allein an den rechten Rändern wirksam wird, sondern schleichend in Politik und Zivilgesellschaft Raum greift. Diese Bedrohung betrifft Menschen, die in unser Land geflohen oder eingewandert sind ebenso wie Menschen, die seit Generationen in diesem Land leben. Von Gewalt betroffen sind all jene, die sich für eine offene Gesellschaft, den Schutz der Menschenrechte aller Menschen einsetzen und sich dem Hass entgegenstellen“.

Der rassistisch motivierte Anschlag in Hanau im Februar dieses Jahres ist ein weiterer schrecklicher Gewaltakt als Folge von menschen- und fremdenfeindlichen Ideologien, die durch ein Klima von Abschreckung und Angst die Gesellschaft in Deutschland spalten wollen.

Als Organisatoren der Interkulturellen Woche in Bonn rufen wir dazu auf, dass wir als Kirchen und Initiativen gemeinsam mit BürgerInnen in den Stadtteilen laut und vielfältig unsere Stimme gegen jede Art vom Nationalismus, Rassismus, religiösen Fanatismus und Diskriminierung und für eine gleichberechtigte demokratische Gesellschaft erheben.

Wir rufen dazu auf, dass wir uns gemeinsam auf die Seite von bedrängten und bedrohten Menschen sowie Geflüchteten stellen, um gemeinsam in Netzwerken für eine friedliche, solidarische Gesellschaft aufzutreten.

Mit der Interkulturellen Woche 2020 möchten wir versuchen, wie auch in den vergangenen Jahren, gemeinsam als Bonner Organisationen, Einrichtungen, Kirchengemeinden, Vereine und Verbände, die interkulturellen Themen in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir möchten uns durch Begegnungen in den Stadtteilen kennenlernen, uns gegenseitig einladen, treffen und zeigen, wie ein bereicherndes Zusammenleben in unserer Stadt in Vielfalt gelingen kann.

Machen Sie bei der Interkulturellen Woche 2020 in Bonn mit!

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