Neues Projekt „Gemeinsam Wohnen in Bonn“ (GeWiB)

Ehrenamtliche gesucht 

Das Projekt „Gemeinsam wohnen in Bonn“ GeWiB ist Mitte Mai 2022 unter der Trägerschaft der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur gestartet.

Kooperationspartner sind das Diakonische Werk Bonn und Region sowie der katholische Kirchengemeindeverband Bad Godesberg. Finanziert wird das Projekt zu einem großen Teil vom Amt für Integration und Vielfalt der Stadt Bonn. 

Das Ziel des Projektes ist es, ehrenamtliche Pat*innen zu gewinnen und zu begleiten, die geflüchtete Menschen bei der Wohnungssuche unterstützen. Denn der Wohnungsmarkt in Bonn ist bekanntlich sehr angespannt. Es ist besonders schwer für geflüchtete Menschen, eine neue Wohnung zu finden. Viele von ihnen leben seit Jahren in städtischen Gemeinschaftsunterkünften. 

Genau hier setzt das neue Projekt GewiB an: Ehrenamtliche Pat*innen für die Wohnungssuche können durch ihre Unterstützung praktische Hilfe leisten und machen gleichzeitig durch ihren Einsatz deutlich, dass geflüchtete Menschen in ihrer prekären Situation nicht allein gelassen werden und dass Anteil an ihrem Schicksal genommen wird. Das Thema Wohnungssuche für geflüchtete Menschen erfährt dadurch eine gesamtgesellschaftliche Relevanz. 

Die Ehrenamtlichen werden durch zwei Koordinator*innen des Projektes unterstützt: Ibrahim Al-Haifi (in Bad Godesberg) und Zsófia Poták (in Bonn-Innenstadt). In festen Sprechstunden leiten sie die Ehrenamtlichen an, stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite und tragen so zu einem guten Gelingen der übernommenen Patenschaften bei. Für die Freiwilligen sind zudem eine Schulung zu relevanten Themen und Austauschtreffen geplant. Bei Bedarf können auch Sprachmittler*innen mit ins Boot geholt werden. 

Wir erreichen unsere Zielgruppen der Ehrenamtlichen primär über bestehende Ehrenamtspools und Kirchengemeinden. Überwiegend werden geflüchtete Menschen aus Sammelunterkünften in Zusammenarbeit mit Sozialarbeiter*innen im Rahmen des Projektes unterstützt. 

Haben Sie Lust, das Projekt als Ehrenamtliche*r zu unterstützen? 

Haben Sie noch Fragen oder Anregungen? Bitte nehmen Sie Kontakt auf zu Ibrahim Al-Haifi oder Zsófia Poták unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 0157 3394 5702. 

Die Projektkoordinatoren stellen sich vor:

Ibrahim Al-Haifi 

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Mein Name ist Ibrahim Al-Haifi. Ich arbeite schon seit 2016 als Ehrenamtlicher in der Flüchtlingshilfe in Bonn. In diesen Jahren habe ich geflüchtete Familien dabei unterstützt, sich an ihr neues Zuhause zu gewöhnen und sich langsam in Deutschland zurechtzufinden.

Obwohl es Anlaufstellen für die Wohnungssuche in Bonn gibt, wird es immer schwieriger, für Familien aus städtischen Sammelunterkünften eine Wohnung zu mieten. Ich bin überzeugt, dass wenn diese Familien kein normales Zuhause finden, Integration in die Gesellschaft nicht erreicht werden kann.

Als ich von dem Projekt “Gemeinsam Wohnen in Bonn – GeWiB“ gehört habe, war ich mir sicher, dass das ein wichtiger Bestandteil sein wird, diesen Familien zu helfen, sich endlich in ihrer neuen Heimat zuhause zu fühlen. Ich hoffe mit meiner Beteiligung als Koordinator der Ehrenamtlichen, die an diesem Projekt in Bonn-Bad Godesberg und Umgebung arbeiten werden, einen positiven Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderung beizutragen.

Zsófia Poták 

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Mein Name ist Zsófia Poták. Ich unterstütze das Projekt „Gemeinsam Wohnen in Bonn“ (GeWiB) als Koordinatorin für ehrenamtliche Pat*innen für die Wohnungssuche (in Bonn). Besonders Menschen mit Migrationsgeschichte und geflüchtete Menschen haben es sehr schwer, eine Wohnung zu finden. Ich setze mich in diesem Projekt dafür ein, dass über die Unterstützung durch Ehrenamtliche die Chancen für geflüchtete Menschen bei der Wohnungssuche verbessert werden. Denn es ist wichtig, dass die Stadtgesellschaft auf die prekäre Wohnungssituation von geflüchteten Menschen in Bonn aufmerksam wird.

Logo EMFA  Logo DiakonieLogo Kirchenkreis Bonn

Logo Kirchengemeindeverband Bad GodesbergLogo Runder Tisch Bad Godesberg        Logo Stadt Bonn  Mieterbund

 


Vielfaltsfest

Am 12. Juni 2022 fand als alljährliche traditionelle Bonner Vielfaltsfest statt.

Auch die EMFA / Integrationsagentur beteiligte sich gemeinsam mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V. unter dem Dach des MIGRApolis – Hauses der Vielfalt mit einem Stand an dem Fest.

Vielfaltsfest 1  Mitarbeiterinnen des Hauses am Stand von EMFA und BIM; Foto: Hıdır Çelik

Vielfaltsfest 2  

Katja Dörner, Oberbürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, besuchte unseren Stand (hier mit Dr. Hıdır Çelik); Foto: René-Marius Westfehling


 

"Markt der Möglichkeiten": 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Am 17. Mai 2022 fand in der Gesamtschule Bonns Fünfte in Bonn-Kessenich ein "Markt der Möglichkeiten" zum Thema "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" mit einem Bühnenprogramm statt. Dabei sind Zeitzeugen und Jugendliche mit Beiträgen zum Thema zu Wort gekommen.

Die EMFA / Integrationsagentur beteiligte sich an der Veranstaltung im Rahmen ihres Projektes "Gemeinsam gegen Hass und Antisemitismus in Bonn" mit Roll-ups, auf denen Aussagen gegen Judenfindlichkeit zu sehen sind. 

Es ist und bleibt immens wichtig, sich mit Aktionen wie dieser des Problems bewusst zu werden und im Engagement nicht nachzulassen. Wir werden weiterhin bereit sein, bei Anfragen mit unserer Ausstellung in Schulen zu gehen und mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. 

Bonns Fünfte 5 1600  Bonns Fünfte 7 1600  Bonns Fünfte 9 1600

Dr. Hıdır Çelik, Leiter der EMFA / Integrationsagentur, im Gespräch mit Jugendlichen und mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Bonn, Dr. Margaret Traub (rechtes Bild, 2.v.l.);
Fotos: Ulrich Püschmann


 

Ukrainische Kinder entdecken Bonn während der Ferienbetreuung

Vom 19. bis 21. April 2022 hat das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM e.V.) gemeinsam mit der EMFA / Integrationsagentur ein Ferienangebot für ukrainische Kinder im MIGRApolis angeboten. Neun Kinder zwischen 8 und 12 Jahren waren an den drei Tagen zusammen unterwegs und entdeckten Bonn.

Unter der Leitung von Anna Graf und mit der Unterstützung von mehreren Ehrenamtlichen konnten sich die Kinder in einer Stadtführung auf den Spuren Beethovens ein Bild von der Stadt machen und den weltberühmten Komponisten besser kennen lernen. Der anschließende Besuch im Beethovenhaus beeindruckte sie sehr. Am letzten Tag standen Sport und Spiele auf der Hofgartenwiese auf dem Programm. Dabei konnten sich alle noch mal richtig austoben und die Ferien in vollen Zügen genießen.

Wir danken allen Beteiligten für die schöne Zeit sowie unseren Privatspender*innen und weiteren Förderern für die finanzielle Unterstützung.

(Text: Marianne Hanke Barajas, BIM e.V.)

Ansprechpartnerinnen:

Anna Heinzel (BIM e.V.)
Carina Pfeil (EMFA / Integrationsagentur)

EMFA Logo BIM

Ferienfreizeit1   Ferienfreizeit2 Ferienfreizeit3 


 

Leuchtturm Mariupol – Patenschaft und Hilfe für geflüchtete Kinder und Jugendliche aus der Ukraine

Neues Projekt mit Förderung durch Aktion Mensch

Aktion Mensch          EMFA Logo

Das Projekt "Leuchtturm Mariupol - Patenschaft für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine" wird von der EMFA / Integrationsagentur ab dem 1. Juni 2022 ein Jahr lang durchgeführt und von der Aktion Mensch gefördert. Es verfolgt das Ziel, durch erhöhte / verstärkte Patenschaften für Kinder und Jugendliche ihre gesellschaftlichen Teilhabe zu erhöhen sowie Kriegstraumata aufzuarbeiten. Dadurch wird die schulische sowie berufliche Integration erleichtert und ermöglicht.

Die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen wird aktiv eingebunden: Das Projekt schafft Orte und partizipative Netzwerke für Begegnungen in Sozialräumen, um gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Aktivitäten zu gestalten und zu erleben sowie (Selbst-)Isolation und Traumata aus dem Krieg zu überwinden. Die Bonner Netzwerke im Bereich Ehrenamt, Behinderung und Flucht werden fortlaufend miteinbezogen, um die Bedarfe der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu erfahren und ihnen bedarfsorientierte Unterstützung zu leisten.

Das Projekt wendet sich vor allem an Kinder und Jugendliche aus der Ukraine mit Behinderungen und Kriegstraumata. Ehrenamtliche Pat*innen werden eingesetzt, geschult und begleitet, um den Kindern und Jugendlichen zu helfen und sie zu unterstützen. Sie werden aus den evangelischen Gemeinden sowie aus unserem Netzwerk Flüchtlingsarbeit akquiriert. Die beteiligten Ehrenamtlichen gewinnen weitere interkulturelle Erfahrung in ihren Wirkungsräumen, vor allem in den Sozialräumen und Kirchengemeinden, und sie werden dabei gefördert, sich weitere interkulturelle Kompetenzen anzueignen und als Multiplikatoren zu dienen.

Als EMFA-Integrationsagentur haben wir seit über 30 Jahren eine Anlaufstelle für Geflüchtete, die durch mehrere Ehrenamtliche unterstützt werden. Darüber hinaus haben wir ehrenamtlich Engagierte in den evangelischen Gemeinden. Dieser Personenkreis wird für das Projekt aktiviert und wirkt als Multiplikator*in. Inzwischen haben sich Kinder und Jugendliche aus der Ukraine bei einigen unserer Gemeinden gemeldet, die bereits von den Gemeinden in Obhut genommen wurden. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der geflüchteten Kinder und Jugendlichen in der nächsten Zeit steigen wird.

Wir ereichen unsere Zielgruppe über evangelische Gemeinden und über unsere bestehenden Netzwerke. Wir haben bereits einige Netzwerke in den Bereichen Flüchtlings- und Integrationsarbeit sowie Gesundheit / Behinderung (www.fbk-bonn.de). Weiterhin kooperieren wir mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V., mit dem wir ein Haus teilen. Das BIM ist als anerkannter Träger der Jugendhilfe in der Lage, die Zielgruppe anzusprechen und auf unser Projekt zu verweisen. Darüber hinaus erreichen wir die Kinder und Jugendlichen auch über die Jugendhilfeeinrichtungen der verschiedenen evangelischen Gemeinden in Bonn und der Region. Die EMFA-Integrationsagentur Bonn verfügt über langjährige Projekterfahrung, eine etablierte Sozial- und Flüchtlingsberatung sowie eine starke Vernetzung mit evangelischen Gemeinden und Netzwerkpartnern. Sie führt Kulturaktivitäten und Angebote für geflüchtete Kinder durch. Dadurch bestehen langjährige Verbindungen zu den Ehrenamtlichen.

Standorte des Projektes:
a) im Bonner Norden, hier insbesondere in den Ortsteilen Tannenbusch, Auerberg, Dransdorf und Bonn-Castell, wo zahlreiche Migrant*innenselbstgruppen beheimatet sind.
b) im MIGRApolis - Haus der Vielfalt in der Bonner Innenstadt
c) in den Evangelischen Gemeinden in Bonn
d) in den Sozialräumen der Kooperationspartner*innen, wo sie ihre Aktivitäten stattfinden lassen
e) in/an vielfältigen weiteren Kulturstandorten und Beratungsstellen in der Bundesstadt Bonn


 

Gemeinsam für Inklusion und Gleichstellung auf dem Bonner Münsterplatz

Aktionstag „Solidarität mit Menschen mit Behinderung in Bonn“ am 05.05.2022
Von J. Michael Fischell

Bei strahlendem Sonnenschein wurden am 5. Mai 2022 auf dem Bonner Münsterplatz unter dem Motto „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel!“ die Interessen von Menschen mit Behinderung sicht- und hörbar gemacht. Anlass war der `Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“. Die Behinderten-Gemeinschaft Bonn e.V. hatte eingeladen, und viele (Selbsthilfe-)Gruppen sowie Vereine stellten mit vielen Aktionen und Infoständen ihre Arbeit vor. Ein schönes Bühnenprogramm mit zahlreichen Gesprächen und viel Bewegung im sprichwörtlichen Sinne fand erfreulichen Anklang.

Ein aktiver Teilnehmer des Gleichstellungstages war der Referent der EMFA /Integrationsagentur Bonn, J. Michael Fischell. Auf der Bühne und am Stand der Behinderten-Gemeinschaft Bonn e.V. informierte er über die ´Selbsthilfegruppe geflüchteter / zugewanderter Menschen mit Beeinträchtigungen / Gesundheitseinschränkungen` und andere Projekte der EMFA / Integrationsagentur. Er berichtete, wie Selbsthilfe dazu beitragen kann, die Lebenssituation geflüchteter Menschen, von Migrant*innen mit Behinderung zu verbessern sowie den Zugang zu Gesundheits- und Teilhabeleistungen zu unterstützen.

J. Michael Fischell ist außerdem stellvertretender Vorsitzender der Behinderten-Gemeinschaft Bonn e.V.

Die EMFA / Integrationsagentur hat sich mit einem Stand am Aktionstag beteiligt. J. Michael Fischell hat die EMFA dort vertreten.

Solidaritätstag 1 Solidaritätstag 2 Solidaritätstag 3 

J. Michael Fischell, Fotos: Hıdır Çelik


 

Friedens-Aktionstag und Picknick auf dem X-tra Platz der Kreuzkirche

77 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges – Unsere Hoffnungen und Visionen für den Frieden jetzt

Am Sonntag, dem 8. Mai 2022, veranstalteten der Evangelische Kirchenkreis und das Evangelische Forum Bonn anlässlich des 77. Jahrestages des Kriegsendes einen Friedensaktionstag auf dem X-tra Platz vor der Kreuzkirche.

Bei gemeinsamem Picknick, Gesprächen und wunderschöner ukrainischer Gesangsbegleitung wurden Zeichen für den Frieden in der Ukraine und für die ganze Welt gesetzt.

Zu Gast waren u.a. der rheinische Präses, Dr. Thorsten Latzel, die Bonner Oberbürgermeisterin Katja Dörner und die Integrationsbeauftragte Coletta Manemann mit Redebeiträgen zu Visionen des Friedens und Berichten aus der Bonner Geflüchtetenarbeit.

Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur stellte gemeinsam mit der Diakonie ihre Unterstützungsangebote für Geflüchtete vor und berichtete von alltäglichen Herausforderungen und Erfolgserlebnissen.

Aktionstag 08 05 22 Foto: Dirk Meier


 

Film über das Konversations-Café

Am 13. Dezember 2021, dem letzten Treffen vor Weihnachten, besuchte ein Filmteam unser Konversations-Café im MIGRApolis - Haus und führte Interviews mit Besucher*innen und Mitarbeiter*innen durch.

Da an diesem Tag auch die Ausstellung "Enkelkinder erzählen Geschichten über ihre Großeltern" eröffnet wurde, wurde auch sie intensiv angesprochen.

Wir freuen uns sehr über den Besuch und darüber, dass wir Ihnen das gedrehte Material zeigen können: 

Hier der Link zum Film (unter IA Bonn sowie Gesamtfilm ab 0:47)


 

Bedarfe von geflüchteten Menschen / mit Migrationsgeschichte und Behinderungen/gesundheitlichen Einschränkungen

Ein Workshop voller Informationen und Anregungen

Von J. Michael Fischell (Dipl.Soz.Wiss.)

Am Dienstag, dem 5. April 2022, fand ganztägig der (digitale) Workshop „Hilfe?? - das können wir nur selber tun! / Gesundheitliche Teilhabe und Hilfe durch Vielfalt und Engagement“ statt. Eingeladen hatte das Bonner Netzwerk Migration, Flucht und Behinderung. Erfreulich viele Organisationen sowie Aktive der Flüchtlings- und Behindertenhilfe, der Migrations- und Sozialarbeit sowie der Selbsthilfe nahmen an der Veranstaltung teil. Ziel des Workshops war ein Austausch, wie Menschen mit Migrationsgeschichte und Geflüchteten mit Behinderungen mehr Inklusion und gesundheitliche Teilhabe ermöglicht werden kann. Zu dem Erfolg des Workshops trugen, neben den sachkundigen und interessanten Referaten, die sehr regen und vorwärtsweisenden Diskussionen, insbesondere in den angebotenen Arbeitsgruppen, bei.

In einem Impulsreferat informierte J. Michael Fischell, der Projektreferent der EMFA (Integrationsagentur) Bonn, über das „Bonner Netzwerk Migration, Flucht und Behinderung“. Zunächst stellte er die bisher beteiligten Akteur*innen und ihre Arbeitsweise in einer Steuerungsgruppe vor, um sodann grundlegende Ziele des Netzwerkes zu erörtern. Insbesondere gelte es, die Lebenssituation geflüchteter Menschen, von Migrant*innen mit Behinderung, zu verbessern und Barrieren abzubauen, hin zu niedrigschwelligen, bedürfnisgerechten Angeboten. Die Aktivitäten des Netzwerkes beinhalten u.a. den fachlichen Erfahrungs- und Aktionsaustausch, Weiterbildung sowie die Förderung von Empowerment und Selbsthilfe.

Ein Schwerpunkt des Impulsreferates lag in der Erörterung von Veränderungsbedarfen an der Schnittstelle Flucht und Behinderung. Genannt seien hier nur beispielhaft:
- viele ungenutzte Kompetenzen und Ressourcen einer Kooperation der Unterstützungssysteme für Menschen mit Behinderungen sowie für Geflüchtete,
- die wachsende Zahl von Geflüchteten mit Beeinträchtigungen / Behinderung(en) und gesundheitlichen Einschränkungen,
- der große Informationsbedarf an Unterstützung und Beratung.

Insbesondere gelte es die Selbsthilfe und den Peer-Ansatz zu stärken. Zusammengefasst: die behinderungspolitischen Paradigmen von Inklusion, Teilhabe und Barrierefreiheit auch für geflüchtete Menschen mit Behinderung wirksam machen.

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Wir helfen Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine

Uns fehlen die Worte angesichts des unermeßlichen Leids in der Ukraine. Viele Menschen möchten helfen. Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten.

Wenn Sie geflüchteten Menschen hier in Bonn und der Region helfen möchten, ist das über eine Spende an die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Bonn (EMFA) / Integrationsagentur möglich.

Die EMFA / Integrationsagentur kümmert sich in Absprache mit der Stadt Bonn und den Kirchengemeinden um Wohnraum für Geflüchtete.

Für die Grundausstattung von Wohnraum, die Zahlung von Kautionen und für Nachhilfeunterricht für Kinder werden dringend Spenden benötigt.

Mit Dank und Gottes Segen

Ihr Pfarrer Dietmar Pistorius
Superintendent