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Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn

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Willkommen
bei der EMFA

Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn – Integrationsagentur

Seit ihrer Gründung 1989 ist die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit eine Einrichtung des Kirchenkreises Bonn, mit dem Ziel, Flüchtlinge, Asylsuchende, Migrantinnen und Migranten bei ihren rechtlichen, sozialen, und seelsorgerischen Problemen zu begleiten und zu beraten. 1995 wurde auf Initiative der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. (BIM e.V.) gegründet, um im Bereich der Bildungsarbeit den Interkulturellen Dialog zu fördern. Gemeinsam führen wir Seminare und Veranstaltungen zu migrationspolitischen Themen, Interkulturelle Trainings und Projekte durch. Der Evangelische Kirchenkreis Bonn setzt sich in Zusammenarbeit mit BIM e.V., den Bonner Gemeinden und städtischen Jugendeinrichtungen für die Belange von Migranten, Migrantinnen und Flüchtlingen ein.

Mit einem kleinen Team von hautamtlichen Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen und vielen ehrenamtlichen Helfern ist die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit eine unverzichtbare Anlaufstelle in Bonn geworden. Die gute Vernetzung mit anderen Organisationen und städtischen Einrichtungen kommt den Hilfesuchenden unmittelbar zugute.

Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Veranstaltungen, Projekte und Berichte.

AUSZEIT online

Herzlich möchte ich zu einer nächsten Online-Auszeit für Dienstag, den 8. Juni 2021, von 13.30 - 14.15 Uhr einladen. 
Thema ist "Wie heißt das Zauberwort?" Kennen Sie auch diese Frage aus Ihrer Zeit als Kind? Gibt es "Zauberworte", die die Gemeinschaft und das Wohlbefinden unter Menschen fördern? Gibt es "Zauberworte" der Kommunikation?
Dazu lade ich mit folgenden Link zur Teilnahme mit dem Programm "zoom" ein:
EMFA Bonn lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.
 
Thema: Auszeit am 8. Juni - Zoom Meeting von EMFA Bonn
Uhrzeit: 8.Juni.2021 01:15 PM Amsterdam, Berlin, Rom, Stockholm, Wien
 
Zoom-Meeting beitreten
 
Meeting-ID: 504 679 7900
Kenncode: emfa21
Schnelleinwahl mobil
+493056795800,,5046797900#,,,,*586437# Deutschland
+496938079883,,5046797900#,,,,*586437# Deutschland
 
Einwahl nach aktuellem Standort
        +49 30 5679 5800 Deutschland
        +49 69 3807 9883 Deutschland
        +49 695 050 2596 Deutschland
        +49 69 7104 9922 Deutschland
Meeting-ID: 504 679 7900
Kenncode: 586437
 
Liebe Grüße
 
Pfarrer Dirk Voos

Wir miteinander gegen Hass und Antisemitismus in Bonn

Die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur stellt im Rahmen des Antisemitismusprojekts „Wir miteinander gegen Hass und Antisemitismus“ Porträts und Texte zu Antisemitismus in Bonn aus.

Antisemitismus in Deutschland nimmt wieder zu. Juden in Deutschland haben Angst, ihren Glauben in der Öffentlichkeit zu zeigen, jüdische Personen und Institutionen werden Opfer von Angriffen. „Der Einsatz gegen Antisemitismus ist Verpflichtung aller in Deutschland lebenden Menschen“, äußert sich Coletta Manemann, Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn.

In der Ausstellung „Gemeinsam gegen Hass und Antisemitismus“ beziehen Bonner Persönlichkeiten aus Kirche, Gesellschaft und Politik Stellung zu Antisemitismus in Bonn und Deutschland. Ihre einzigartigen Perspektiven rufen nicht nur zum Nachdenken, sondern direkt zum Handeln auf. Ob in Glaubensgemeinschaften, Schulen, Gedenkstädten oder der Politik: Antisemitismus darf in Bonn keinen Platz haben. „Wir müssen aufstehen gegen Rassismus und Antisemitismus“, fordert Dietmar Pistorius, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Bonn. „Für vernünftige Menschen – egal welchen Glaubens oder welcher Herkunft – kann es nur eine Reaktion gegen Antisemitismus und radikales Gedankengut geben: Gemeinsamer Widerstand! Dazu verpflichtet uns nicht zuletzt das Erbe unserer Stadt Bonn als Entstehungsort des Grundgesetzes“, ergänzt Dr. Wolfgang Picken, Stadtdechant Bonn.

Die von der Stabsstelle Integration der Stadt Bonn geförderte und in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Bonn kuratierte Ausstellung wird über den Sommer in den Stadtteilen Bonns auf öffentlichen Plätzen ausgestellt werden.

17. Juni: Tannenbusch auf dem Vorplatz des Tannenbusch-Center: 15-18 Uhr

08. Juli: Münsterplatz in der Bonner Innenstadt: 15-18 Uhr

11. August: Theaterplatz in der Fußgängerzone Bad Godesberg: 15-18 Uhr

19. September: Abschlussveranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Woche im Haus Migrapolis, Brüdergasse 16-18: 12-14 Uhr

Bitte beachten Sie den Mindestabstand und tragen Sie eine medizinische Maske.

Ansprechpartner:

Dr. Hidir Celik
(Leiter Ev. Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn (EMFA) / Integrationsagentur), 
Brüdergasse 16-18, 53111 Bonn
Tel.: 0228-697491
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Pressemitteilung_Antisemitismus

Aus aktuellem Anlass:

Wir verurteilen die Anschläge auf Synagogen in mehreren deutschen Städten, unter anderem an unserem Standort Bonn, aufs Schärfste, und wir solidarisieren uns mit den Jüdischen Gemeinden. Weiterhin setzen wir uns für Toleranz und Vielfalt sowie gegen religiös und politisch motivierte Gewalt und Hass ein! 

EMFA / Integrationsagentur


 

„… weil auch Du ein Fremdling warst“

An alle, die Angst vor „Flüchtlingen“ haben

Theologischer Impuls von Thorsten Latzel
(neuer Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR))

Gleich am ersten Tag, nachdem ich zum Präses gewählt worden bin, erreichte mich eine Mail zum Thema „Flüchtlinge“. Eine ältere Frau teilte mir darin ihr tiefes Unverständnis mit, wie die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland sich dafür einsetzen könne, weitere Flüchtlinge aus den Lagern in Bosnien-Herzegowina und von Lesbos aufzunehmen.

„Seit ich denken kann, nimmt Deutschland Flüchtlinge auf – als ich Kind war, musste in der Familienwohnung ein Zimmer geräumt werden, für Flüchtlinge – so hat es sich über 70 Jahre fortgesetzt -… es reicht! Meine Sorge gilt meinen Kindern und Enkelkindern, die all das bitterst aushalten und auch noch bezahlen müssen – und dann irgendwann nicht mehr dazugehören und in der Minderzahl sind.“

So wie dieser besorgten Frau möchte ich gerne allen antworten, die sich vor Fremden und „Flüchtlingen“ fürchten.

Sehen Sie, ich bin ein Kind von Eltern, die beide vertrieben wurden, fliehen mussten. Meine Mutter als siebenjähriges Mädchen aus Danzig, mein Vater als Säugling auf dem Arm meiner Großmutter aus Schlesien. Ich bin sehr froh darüber, dass Menschen damals meine Mutter und meinen Vater als kleine Kinder nach dem Zweiten Weltkrieg bei sich aufgenommen haben. Sonst gäbe es mich heute nicht. Es war eine Zeit, in der es viel weniger gab als heute. Die große Sorge damals, dass Katholiken und Protestanten nicht miteinander leben könnten (es gab getrennte Schulhöfe), hat sich als unbegründet erwiesen. Ich bin ein Kind aus solch einer konfessionsverschiedenen Ehe.

Auch die „Überfremdung“ Deutschlands durch die sogenannten „Gastarbeiter“ in den Jahren danach hat sich nicht eingestellt. Im Gegenteil: Ohne die starke Einwanderung, die damals niemand so nannte, hätte es nie ein solches Wirtschaftswachstum in Deutschland gegeben. Deutschland wäre nicht Deutschland ohne die Menschen aus Italien, Spanien, Griechenland, Polen, der Türkei, dem früheren Jugoslawien. Nicht ohne ihre Arbeit, nicht ohne ihre Kultur, nicht ohne ihre Religion. „Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen.“ (Max Frisch) Mit Yusuf habe ich in der Grundschule von Bad Laasphe Fußball gespielt, mit Kadir unsere gleichaltrigen Töchter auf dem Spielplatz in Hannover geschaukelt. „Überfremdet“ habe ich mich nie gefühlt.

Flucht und Fremdheit sind für mich sehr persönliche Themen. Ohne sie könnte ich die Geschichte meiner Familie, mich selbst nicht verstehen. Die Epigenetik erforscht, wie solche Erfahrungen an die nächsten Generationen vererbt werden. Sprichwörtlich in den Knochen stecken. Fragen Sie einmal meine Frau, wie es ist, wenn wir gemeinsam wandern.

Und der Schutz von „Flüchtlingen“ und Fremden gehört für mich fundamental zum christlichen Glauben. Er durchzieht die ganze Bibel: vom Auszug der unterdrückten Israeliten aus Ägypten über die 10 Gebote („Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst“, 5. Mose 5,15) bis zu Jesus, dessen Eltern nach seiner Geburt mit ihm vor Herodes außer Landes fliehen (Mt 2,13ff.). Und der später den Umgang mit Fremden zu einem Maßstab des Weltgerichts gemacht hat: „Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen. […] Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,35.40)

Wenn Leute versuchen, das, was sie für das „christliche Abendland“ halten, vor Fremden zu retten, scheinen sie hier irgendwas nicht verstanden zu haben.

Das heißt nicht, dass Deutschland nun „alle aufnimmt“. Schon deshalb nicht, weil die meisten Menschen überhaupt nicht aus ihrer Heimat wegwollen, wenn sie nicht müssen. Und selbst wenn Menschen fliehen müssen, bleiben die allermeisten in Nachbarländern.

Das hat auch nichts mit „Gutmenschentum“ zu tun. Nein, „Flüchtlinge“ sind weder bessere noch schlechtere Menschen als Sie und ich. Es sind einfach Menschen auf der Flucht. Oft Familien mit Kindern. Oft junge Männer, weil sie am ehesten eine Chance haben, für die anderen „durchzukommen“. Menschen zum Teil mit tief traumatischen Erfahrungen. Viele mit großer Energie, Hoffnung, Tatkraft.

Es hilft sehr, wenn wir mit dem abstrakten, sorgenvollen Reden über „die Flüchtlinge“ aufhören – und stattdessen mit den konkreten Menschen reden, die es auf ihrer Flucht zu uns geführt hat. Mit Menschen wie Ahmad Dakhnous, den ich letztes Jahr kennenlernen durfte. Ahmad ist als Palästinenser aus Damaskus nach Deutschland geflohen und studiert hier Politik. Es gibt wenige Menschen, die ich jemals so von Demokratie habe schwärmen hören wie ihn. Gemeinsam mit Mitstudent/innen hat Ahmad ein Projekt gestartet, um Integrationskurse weiterzuentwickeln. Weg von Multiple-choice-Fragen hin zur Begegnung mit „Menschen von hier“ – gleich welcher Kultur, Religion oder sexuellen Orientierung. Manchmal verstehen „Fremde“ besser, was unser Land wirklich auszeichnet:

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt. […] Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ (Art. 3 GG)

Ich nehme das Thema „Flüchtlinge“ auch deshalb persönlich, weil ich nicht möchte, dass meine Kinder und Enkel einmal in einer lieblosen Gesellschaft leben müssen, wo christliche Werte wie Nächstenliebe oder Barmherzigkeit nichts mehr gelten. In einem Land, in dem man es hinnimmt, dass Menschen ertrinken, nur, weil sie nicht „von hier“ sind. In einem Europa, in dem zu uns Geflüchtete unter menschenunwürdigen Umständen leben – wie etwa in den Lagern in Bosnien oder auf den griechischen Inseln. Auch meine Kinder wollen das nicht und sehen sich überhaupt nicht gefährdet. Im Gegenteil: Sie und ich haben an verschiedenen Orten erlebt, wie gerade Menschen mit Fluchterfahrungen sich einbringen und mitarbeiten, um ihre neue Heimat zu schützen, die sie schützt.

Insofern bin ich überzeugt, dass Sie keine Sorge um Ihre Kinder oder Enkel haben müssen. Allenfalls davor, wenn man einen Keil in unsere Gesellschaft treibt, wenn man Menschen nach ihrer Abstammung anstatt nach ihrer Person beurteilt und so unsere offene, demokratische Gesellschaft gefährdet. Davor behüte uns Gott!

„Fremde“ und „Heimat“

„Fremde“ ist der Ort,
an dem man angewiesen ist
auf die Hilfe, Zuwendung, Barmherzigkeit
von Menschen, die man nicht kennt.
„Heimat“ ist der Ort,
an dem man sie erfährt. (TL)

Ursprünglich erschienen unter: „… weil auch Du ein Fremdling warst.“ An alle, die Angst vor „Flüchtlingen“ haben - EKiR - Präsesblog


 

Ausschreibung für Marie-Kahle-Preis läuft

Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit mit Geflüchteten

Pressemitteilung des Diakonischen Werkes Bonn und Region

Zum zweiten Mal verleihen die beiden evangelischen Kirchenkreise der Region den Marie-Kahle-Preis für Projekte in der Flüchtlingsarbeit, die von ehrenamtlichem Engagement getragen werden.

Im Anschluss an den Abschlussgottesdienst der Interkulturellen Woche werden im Rahmen einer Preisverleihung am 26. September Projekte und Initiativen ins Rampenlicht gerückt, die sich mit ihrer Arbeit für die Integration von Geflüchteten einsetzen. Sie leisten damit aktiv einen Beitrag zum Zusammenhalt in unserer Gesellschaft und sollen dafür gewürdigt werden.

Die diesjährigen Preisträger:innen werden in drei Kategorien geehrt:
Kinder, Frauen und Flucht
Durchhalten! Flüchtlingshilfe in Zeiten von Corona
Es gibt ein Leben nach Corona – neue Ideen für die Zukunft

Sollte eine Präsenzveranstaltung nicht umsetzbar sein, planen die Veranstalter eine digitale Variante der Preisverleihung. Die Ausschreibungsphase hat begonnen. Ehrenamtliche Initiativen haben bis zum 30. Juni 2021 die Chance, ihr aktuelles Projekt oder auch ihr geplantes Projekt einzureichen.

Veranstalter des Marie-Kahle-Preises sind das Diakonische Werk Bonn und Region, die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn sowie das Diakonische Werk Euskirchen. Pro Kategorie werden 700 Euro als Preisgeld ausgelobt, die die beiden evangelischen Kirchenkreise Bonn und Bad Godesberg-Voreifel zur Verfügung stellen. Die Entscheidung, welche Projekte in der jeweiligen Kategorie gewinnen, trifft eine Jury, der unter anderem die Integrationsbeauftragte der Stadt Bonn, Coletta Manemann, Kaveh Javadi, selbst geflüchteter Aktiver aus der Flüchtlingshilfe, Bernhard von Grünberg für den UNHCR und Kirchenrat Rafael Nikodemus, Migrationsexperte der evangelischen Landeskirche, angehören.

Der Preis ist benannt nach Marie Kahle. Die Bonnerin hat nach der Reichspogromnacht am 10. November 1938 jüdischen Ladenbesitzern geholfen, den Schaden, den Nationalsozialisten verursacht hatten, zu beheben und aufzuräumen. Allein wegen ihrer Solidarität machte sie das NS-Regime zur Zielscheibe und sie musste mit ihrer Familie aus Deutschland fliehen.

Pressemitteilung als pdf

Ausschreibung_für_den_Marie-Kahle_Preis_2021.pdf

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