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Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn

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Willkommen
bei der EMFA

Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn – Integrationsagentur

Seit ihrer Gründung 1989 ist die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit eine Einrichtung des Kirchenkreises Bonn, mit dem Ziel, Flüchtlinge, Asylsuchende, Migrantinnen und Migranten bei ihren rechtlichen, sozialen, und seelsorgerischen Problemen zu begleiten und zu beraten. 1995 wurde auf Initiative der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit Bonn das Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen e.V. (BIM e.V.) gegründet, um im Bereich der Bildungsarbeit den Interkulturellen Dialog zu fördern. Gemeinsam führen wir Seminare und Veranstaltungen zu migrationspolitischen Themen, Interkulturelle Trainings und Projekte durch. Der Evangelische Kirchenkreis Bonn setzt sich in Zusammenarbeit mit BIM e.V., den Bonner Gemeinden und städtischen Jugendeinrichtungen für die Belange von Migranten, Migrantinnen und Flüchtlingen ein.

Mit einem kleinen Team von hautamtlichen Mitarbeitern, Mitarbeiterinnen und vielen ehrenamtlichen Helfern ist die Evangelische Migrations- und Flüchtlingsarbeit eine unverzichtbare Anlaufstelle in Bonn geworden. Die gute Vernetzung mit anderen Organisationen und städtischen Einrichtungen kommt den Hilfesuchenden unmittelbar zugute.

Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Veranstaltungen, Projekte und Berichte.

Advent 2019: Warten auf … Wozu Warten?

Adventszeit ist Zeit des Wartens. Ein Buch des niederländischen Philosophen Coen Simon hat den Titel „Warten macht glücklich“. Er betont darin, wie schön und erfüllend es ist, auf etwas zu warten – sich zu sehnen nach. Im Sehnen und Warten auf öffne ich mich für Neues – für etwas, was ich noch nicht habe oder kann. So richtet sich Warten immer auf Zukunft, aber auch auf Vergangenheit – auf Veränderung. Manchmal auch, dass etwas, was ich angefangen habe, was ich gemacht habe, in der Zukunft Wirkung zeigt. Was wird herauskommen?

So ist Warten ein elementarer Wesenszug jedes Menschen. Warten ist sogar eine Form des Hoffens und Glaubens. Wie Warhol meinte: „Auf etwas zu warten macht es umso aufregender“. Da ist viel dran. Ich weiß von mir sogar, dass ich manchmal sehr enttäuscht bin, wenn etwas erreicht ist, worauf ich lange gewartet habe. In der Vorstellung, in meinen Erwartungen war es oft viel schöner, besser, aufregender als in der Wirklichkeit. Und insbesondere war es danach vorbei und hinterließ etwas wie Leere, ein Vakuum, des erst wieder gefüllt werden musste. Das Ziel meiner Sehnsucht war verloren. Ein Traum ausgeträumt.

Ich warte nur auf etwas, woran ich glaube, worauf ich hoffe. Das gibt mir Energie, nach vorne zu blicken, richtet mich auf ein Ziel aus. Zumindest, wenn es gut läuft. Denn warten kann mich auch blockieren. Samuel Becketts „Warten auf Godot“ stellt solch hemmendes, sogar hoffnungsloses Warten anschaulich dar, weil der Erwartete nie kommt. Trotzdem warten Wladimir und Estragon immer weiter, können nicht aufhören. Es ist schwer, eine Sehnsucht aufzugeben, auch wenn es noch so sinnlos erscheint. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Warten hat aber vor allem positiven Effekt. Warten gibt mir die Zeit, mich auf etwas vorzubereiten, mich einzustellen. Nicht nur bei wichtigen Entscheidungen, wenn es richtig ist, etwas zu warten und eine Nacht darüber zu schlafen. Auch sonst, wenn ich etwas überlege. Wartezeiten schüzen vor unüberlegten, vorschnellen Handeln.

Mir geht es sogar so, dass ich in Wartezeiten oft ganz neue Ideen habe, z.B. für eine Predigt oder ein Projekt. Bei mir kann das sogar beim Warten in der Schlange im Kaufhaus und in einem Lebensmittelgeschäft sein. Wenn ich gut drauf bin, nutze ich dann Wartezeiten äußerst kreativ.

In der Adventszeit warten Menschen auf Weihnachten, dass sich der Wunsch der Engel nach „Frieden auf Erden“ erfüllt.

Lassen Sie uns diese Wartezeit bis Weihnachten nutzen, selbst mehr für Frieden zu tun.                                                                  

Pfarrer Dirk Voos


 

Vielfalt gestaltet und Demokratie gelebt

12. Bonner Buchmesse Migration wurde ein voller Erfolg

Vier Tage lang, vom 21. bis zum 24. November 2019, öffnete die 12. Bonner Buchmesse Migration im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ihre Tore. Vorbereitet und durchgeführt wurde sie, wie auch sonst alle zwei Jahre, von der Evangelischen Migrations- und Flüchtlingsarbeit (EMFA) / Integrationsagentur. Zum ersten Mal war das Diakonische Werk Bonn und Region Mitveranstalter der Buchmesse. Das Motto hieß „Vielfalt gestalten - Demokratie leben“.

Mehr als 50 Veranstaltungen, Autorenlesungen, Vorträge, Diskussionen und Workshops sowie Poetry-, Tanz- und Musikeinlagen, begeisterten das zahlreich ins Haus der Geschichte gekommene Publikum. In einer Zeit, in der rechtspopulistische und autoritäre Tendenzen in Deutschland und Europa zu erkennen sind, lag es den Veranstaltern am Herzen, zu beweisen, dass Offenheit und Toleranz in der breiten Mehrheit der Gesellschaft die Werte sind, die täglich gelebt und gezeigt werden. Der rege Besuch der Buchmesse beweist, dass ein friedliches Miteinander in Vielfalt zu leben sowie Ängste und Vorurteile zu überwinden, durchaus möglich ist.
Wichtige Anknüpfungspunkte waren die vielen runden Jahrestage, die wir in diesem Jahr begangen haben: 100 Jahre Weimarer Verfassung, 70 Jahre Grundgesetz und 30 Jahre Mauerfall. Diese Ereignisse zeigen heute noch, wie wertvoll ein sich Einsetzen für Freiheit und Demokratie ist.

Besondere Höhepunkte der Buchmesse waren die Eröffnungsfeier, die musikalisch vom Musik Trio Transaesthetics gestaltet wurde, die Slam Poetry mit Jessy James LaFleur und Ella Anschein, die Preisverleihung des Literaturwettbewerbs sowie der musikalische Abschluss durch Ahmet Dikme, der alevitische Lieder aus Anatolien vortrug.

Schon jetzt laden die Veranstalter herzlich zur neuen, 13. Auflage der Buchmesse ein. Auf Wiedersehen im November 2021!!!
 

Bericht über Projekt "Wir Miteinander"

Seit Juli 2018 läuft das Projekt "Wir Miteinander" der EMFA / Integrationsagentur. Es will zum gegenseitigen Verständnis zwischen Religionen und Kulturen beitragen.

Eine Ausstellung mit Fotografien von Ulrich Püschmann sowie Online-Publikationen mit Texten von Hidir Celik und Dirk Voos sind Bestandteile des Projektes. 

Einen ausführlichen Bericht über "Wir Miteinander" finden Sie unter:
https://www.ekir.de/www/service/wir-miteinander-31851.php 


 

Neue Broschüre

In Deutschland leben etwa zwei Millionen Menschen mit Migrationshintergrund, die auch eine Beeinträchtigung / Behinderung haben. Desgleichen sind unter den Geflüchteten zunehmend Menschen mit einer chronischen Krankheit oder einer Behinderung. Auch in Bonn lebt eine wachsende Zahl von Zuwander*innen mit einer Beeinträchtigung und / oder gesundheitlichen Einschränkungen.

Geflüchtet / Zugewanderte und ihre Familien möchten erfahren, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfen benötigen und wo sie Unterstützung und Beratung für ihre Fragen und Probleme erhalten. Es gibt einen großen Informationsbedarf bezüglich der Versorgungsstruktur des deutschen Gesundheitssystems und der Möglichkeit der Hilfen bei Behinderungen.

Hauptziel dieser zweisprachigen Broschüre (Deutsch / Arabisch) ist es, Migrant*innen / Geflüchtete über Angebote der Beratung, Unterstützung und Versorgung, der Behindertenhilfe und des Gesundheitswesens zu informieren und Hemmschwellen der Inanspruchnahme zu vermindern bzw. zu beseitigen. Sie sollen ermutigt werden, Angebote und Hilfen wahrzunehmen.

(Aus dem Vorwort von Dr. Hıdır Çelik)

Die Broschüre kann bei uns (MIGRApolis-Haus der Vielfalt, Brüdergasse 16-18, Bonn) kostenlos abgeholt werden!

Broschuere Beratung                       Broschuere Beratung arab

 


 

Aktuelle Veranstaltungen

Dez
9

09.12.2019 14:00 - 16:30

Dez
10

10.12.2019 10:00 - 12:00

Dez
12

12.12.2019 15:00 - 17:00

Dez
15

15.12.2019 00:00 - 00:00

Dez
16

16.12.2019 14:00 - 16:30

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