"Leuchtturm Mariupol - Patenschaft für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine"

Neues Projekt mit Förderung durch Aktion Mensch

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Das Projekt "Leuchtturm Mariupol - Patenschaft für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine" wird von der EMFA / Integrationsagentur ab dem 1. Juni 2022 ein Jahr lang durchgeführt und von der Aktion Mensch gefördert. Es verfolgt das Ziel, durch erhöhte / verstärkte Patenschaften für Kinder und Jugendliche ihre gesellschaftlichen Teilhabe zu erhöhen sowie Kriegstraumata aufzuarbeiten. Dadurch wird die schulische sowie berufliche Integration erleichtert und ermöglicht.

Die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen wird aktiv eingebunden: Das Projekt schafft Orte und partizipative Netzwerke für Begegnungen in Sozialräumen, um gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Aktivitäten zu gestalten und zu erleben sowie (Selbst-)Isolation und Traumata aus dem Krieg zu überwinden. Die Bonner Netzwerke im Bereich Ehrenamt, Behinderung und Flucht werden fortlaufend miteinbezogen, um die Bedarfe der betroffenen Kinder und Jugendlichen zu erfahren und ihnen bedarfsorientierte Unterstützung zu leisten.

Das Projekt wendet sich vor allem an Kinder und Jugendliche aus der Ukraine mit Behinderungen und Kriegstraumata. Ehrenamtliche Pat*innen werden eingesetzt, geschult und begleitet, um den Kindern und Jugendlichen zu helfen und sie zu unterstützen. Sie werden aus den evangelischen Gemeinden sowie aus unserem Netzwerk Flüchtlingsarbeit akquiriert. Die beteiligten Ehrenamtlichen gewinnen weitere interkulturelle Erfahrung in ihren Wirkungsräumen, vor allem in den Sozialräumen und Kirchengemeinden, und sie werden dabei gefördert, sich weitere interkulturelle Kompetenzen anzueignen und als Multiplikatoren zu dienen.

Als EMFA-Integrationsagentur haben wir seit über 30 Jahren eine Anlaufstelle für Geflüchtete, die durch mehrere Ehrenamtliche unterstützt werden. Darüber hinaus haben wir ehrenamtlich Engagierte in den evangelischen Gemeinden. Dieser Personenkreis wird für das Projekt aktiviert und wirkt als Multiplikator*in. Inzwischen haben sich Kinder und Jugendliche aus der Ukraine bei einigen unserer Gemeinden gemeldet, die bereits von den Gemeinden in Obhut genommen wurden. Wir gehen davon aus, dass die Zahl der geflüchteten Kinder und Jugendlichen in der nächsten Zeit steigen wird.

Wir ereichen unsere Zielgruppe über evangelische Gemeinden und über unsere bestehenden Netzwerke. Wir haben bereits einige Netzwerke in den Bereichen Flüchtlings- und Integrationsarbeit sowie Gesundheit / Behinderung (www.fbk-bonn.de). Weiterhin kooperieren wir mit dem Bonner Institut für Migrationsforschung und Interkulturelles Lernen (BIM) e.V., mit dem wir ein Haus teilen. Das BIM ist als anerkannter Träger der Jugendhilfe in der Lage, die Zielgruppe anzusprechen und auf unser Projekt zu verweisen. Darüber hinaus erreichen wir die Kinder und Jugendlichen auch über die Jugendhilfeeinrichtungen der verschiedenen evangelischen Gemeinden in Bonn und der Region. Die EMFA-Integrationsagentur Bonn verfügt über langjährige Projekterfahrung, eine etablierte Sozial- und Flüchtlingsberatung sowie eine starke Vernetzung mit evangelischen Gemeinden und Netzwerkpartnern. Sie führt Kulturaktivitäten und Angebote für geflüchtete Kinder durch. Dadurch bestehen langjährige Verbindungen zu den Ehrenamtlichen.

Standorte des Projektes:
a) im Bonner Norden, hier insbesondere in den Ortsteilen Tannenbusch, Auerberg, Dransdorf und Bonn-Castell, wo zahlreiche Migrant*innenselbstgruppen beheimatet sind.
b) im MIGRApolis - Haus der Vielfalt in der Bonner Innenstadt
c) in den Evangelischen Gemeinden in Bonn
d) in den Sozialräumen der Kooperationspartner*innen, wo sie ihre Aktivitäten stattfinden lassen
e) in/an vielfältigen weiteren Kulturstandorten und Beratungsstellen in der Bundesstadt Bonn